168: (W)einkaufen ohne Stress: So findest Du den richtigen Wein im Supermarkt & co.

Shownotes

Wein kaufen kann manchmal überwältigend sein – zu viele Flaschen, zu viele Etiketten, zu viele Optionen. Lou und Jonas zeigen Dir, wie Du mit ein paar einfachen Tricks sicher durch den Wein-Dschungel kommst. Erfahre, worauf Du auf Etiketten achten solltest, welche Rebsorten und Stile verlässlich sind und wie Du selbst bei großer Auswahl entspannt die richtige Wahl triffst.

Wein der Woche: Hauswein Bio Weiß Eine unkomplizierte Alltagsweine, die durch ihre Fruchtigkeit, Struktur und Ausgewogenheit überzeugen. Perfekt für gemütliche Abende oder als Begleiter zu vielfältigen Gerichten.

Glossar der Woche: „trocken“, „halbtrocken“, „feinherb“

  • Trocken: wenig Restzucker, trotzdem fruchtig.
  • Halbtrocken: moderate Süße, ausgewogen
  • Feinherb: meist etwas süßer als halbtrocken, immer noch gut trinkbar.

Genau das Richtige für Deine Weinprobe und zum Üben von Verkostungen: Das Cheers! Aromarad.

Lust auf den perfekten Weinmoment? Mit den Cheers! Weinplaylisten findest Du tolle Musik zu jeder Flasche Wein.

Möchtest Du uns eine Frage stellen, etwas loswerden oder ein Thema vorschlagen? Dann schreib uns gerne an cheers@edeka.de. Wir freuen uns, von Dir zu hören – Cheers!

Weitere Infos zu unserem Podcast findest Du unter edeka.de/cheers. Besuche uns auch gerne auf Instagram.

Altershinweis: Dieser Podcast beschäftigt sich mit Wein und hat einen Bezug zu Alkohol. Der Inhalt ist ausschließlich an Personen ab 16 Jahren gerichtet.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich

00:00:00: fühle das so dermaßen.

00:00:01: Was

00:00:02: fühlst Jonas sagt doch?

00:00:03: Worüber

00:00:04: wir heute sprechen, das ist wirklich etwas, was mich immer wieder beschäftigt.

00:00:08: und ich glaube,

00:00:10: doch

00:00:11: viele von euch, wir nehmen uns nämlich heute den Thema vor, dass jeder oder jeden Betrifft, der schon mal eine Flasche kaufen wollte und dann plötzlich vor so einem riesigen Regal, zum Beispiel über Erika stand und gesagt hat, Wo fange ich denn jetzt an?

00:00:27: Und ich denke dann immer, egal ob ich jetzt schon weit über zwei Jahre mit dir zusammen Cheers mache, dass einmal eins kann, dann ist es doch so, du bist irgendwo, manchmal auch, wo gar nicht so eine riesige Weinauswahl ist, gibt es ja auch.

00:00:41: Und stehst da, möchtest einen guten Wein kaufen und weißt nicht so

00:00:46: richtig.

00:00:46: Und dann bist du so wie meine Kursine.

00:00:47: Oh, hübsche Diqueta, nehm ich da mal mit.

00:00:50: Nein, ich bin da.

00:00:53: Ich

00:01:05: würde vorher immer so dreißig deine Nummer wählen.

00:01:07: Aber die Frage ist, wie findet man guten Wein?

00:01:10: Ganz ohne Stress, ohne Druck und ohne dieses Gefühl.

00:01:14: Hilfe, was machen jetzt?

00:01:15: Was nehme ich denn jetzt?

00:01:16: Wir gucken heute drauf, woran ihr euch auf dem Etikett orientieren könnt, wenn ihr ohne Plan seid, welche Rebsorten und Stile zuverlässige Anker sind.

00:01:28: Wenn ihr ein Wein sucht und wie ihr euch im Regal der Weinkarte oder online viel, viel leichter zurechtfindet, das Ganze ohne Stress.

00:01:36: Außerdem gibt's am Ende natürlich wieder ein grandioses Glosser, kleines, damit ihr dann die Begriffe trocken, halbtrocken und feinherb

00:01:44: besser

00:01:45: einordnen könnt.

00:01:47: Und jetzt

00:01:47: erst mal schenke ein den

00:01:48: Wein.

00:01:49: Schenke ein den

00:01:51: Wein.

00:01:53: Wir starten mit dem Hauswein, das ist ein Weißwein in der Literboutei.

00:01:57: Es ist ... Weißbogunder und ist halb trocken ausgebaut.

00:02:01: Und das ist auch mein erster Einkaufstipp schon mal.

00:02:04: Wenn ich den hier schon droppen darf, darf ich?

00:02:06: Ja,

00:02:06: bitte unbedingt.

00:02:07: Ich finde so Literweine.

00:02:10: Also werden bei uns in der Gastronomie auch immer so für Bankhead oder generell für den offenen Ausschrank immer so die klassischen Literweine.

00:02:15: Dann oft von Winzergenossenschaften oder halt auch eben kleineren Weingütern aus der Pfalz, insbesondere oder auch in Hessen.

00:02:22: Und das sind einfach, finde ich, immer so Brot- und Butterweine, die Ideal auch sind so zum Verschoreln oder da gibt es auch richtig gute Qualitäten einfach mal, um einfach so ein Gläschen zu trinken.

00:02:33: Meistens immer super Rebsorten typisch und ja.

00:02:36: Also keine Angst von den großen Flaschen?

00:02:38: Nö, auf keinen Fall.

00:02:40: Wir starten durch mit den Basics.

00:02:44: Ich glaube, es ist ganz wichtig, vom Ende her zu denken, wie in so vielen Situationen des Lebens.

00:02:50: Was sollte ich mir vor dem Gang ins Weinregal klarmachen?

00:02:54: Also, bevor ich im Regal völlig falsch abwiege, welche einfachen Fragen helfen mir, den richtigen Wein auszuwählen?

00:03:00: Also, bis auf, wenn du ein Rezept kochen willst oder wenn du irgendetwas in der Küche zubereiten willst, überlegst du ja vorher auch was kochig und dann geh ich einkaufen.

00:03:05: Und das Gleiche machst du halt beim Wein auch.

00:03:08: Was hast du vor?

00:03:09: Was willst du machen?

00:03:10: Was mache

00:03:11: ich am Abend

00:03:11: zum Beispiel?

00:03:12: Ja, aber auch so zu checken, worauf hat man Lust?

00:03:14: Will ich den Solo verkosten?

00:03:16: Möchte ich auf der Couch verbringen den Abend?

00:03:19: Oder möchte ich einen Gericht dazu matchen?

00:03:21: Okay, dann welches Essen?

00:03:23: Welcher Wein könnte gut dazu passen?

00:03:25: Oder beispielsweise auch ist es ein Geschenk oder ein Mitbringsel?

00:03:28: Kann ja auch sein, dass ich irgendwie in den Laden rein marschiere, weil ich noch irgendwie ein kleines Gastgeschenk benötige.

00:03:34: Und das wäre erstmal so der erste Step.

00:03:36: Und der zweite Step, wo ich immer sage, macht euch mal Gedanken.

00:03:40: Der zweite Step ist ja auch, wenn ich jetzt in der Gastronomie arbeiten würde, dann frage ich ja auch den Gast, okay, worauf haben sie Lust?

00:03:48: Und das heißt, Stil überlegen.

00:03:49: Also möchte ich eher was Leichtes und Frisches oder möchte ich doch eher etwas Kräftiges oder was Gehaltvolles.

00:03:55: Genau, möchte ich was Trockenes, was Hyptrockenes.

00:03:58: Brauche ich was mit Süße?

00:04:00: und vor allen Dingen natürlich auch die Grundfrage, soll es ein Stillwein sein oder soll es ein Schaumwein sein?

00:04:04: Das sind so die Basics, finde ich.

00:04:05: Und dann hat man ja schon mal so eine grobe Orientierung, wo die Reise hingeht.

00:04:08: Sind zwei

00:04:09: Dinge schon geklärt.

00:04:09: Richtig.

00:04:12: Und... Dann im dritten Step, okay.

00:04:14: Also Farbe und auch Temperatur mitdenken.

00:04:17: Also will ich einen Weißwein?

00:04:18: Möchte ich einen Rosé?

00:04:20: Möchte ich lieber einen Rotwein?

00:04:22: Also worauf hab ich los?

00:04:23: Was ist so mein Weib heute Abend?

00:04:25: Und was könnte dann auch gegebenenfalls zur Situation passen?

00:04:28: Also Stichwort Gericht, Mitbringsel, bla, ne?

00:04:34: Und was ich auch immer richtig gut finde, sich mal kurz zu überlegen.

00:04:40: Welche Weine einem denn bereits in der Vergangenheit gut geschmeckt haben?

00:04:44: Also Rebsorte ganz grob oder vielleicht auch die Herkunft oder wenn man noch konkreter unterwegs ist ein Stil.

00:04:51: Also was mochte ich in der Vergangenheit und was könnte jetzt auch auf die jeweilige Situation passen?

00:04:58: und dann hat man schon mal so

00:04:59: einen eigentlich

00:05:00: einen ganz guten.

00:05:02: Die wichtigsten Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man ein Wein auswählt, sind Anlassklären, Stilüberlegen, Farbe und Temperatur mitdenken und dann, wie du zuletzt beschrieben hast, eine

00:05:13: Erfahrung nutzen.

00:05:15: Jetzt kommen wir zu den Etiketten.

00:05:17: Die können ja auch verwirren.

00:05:18: Total.

00:05:19: Die können ja abbringen oder die können anziehen, je nachdem.

00:05:23: Was ist denn wirklich relevant?

00:05:25: Erstens die Herkunft.

00:05:26: Also je genauer die Herkunft angegeben ist, desto besser.

00:05:29: könnt ihr einen Stil einordnen.

00:05:32: Beispiel steht nur das Land drauf oder steht auch eine Region drauf.

00:05:37: Vielleicht aber auch sogar eine spezifischere Herkunft, also eine genauere Herkunft auf dem Etikett.

00:05:42: Also wie gesagt, je genauer die Angabe ist, desto besser.

00:05:45: Ja, also ideal versteht drauf.

00:05:47: Land, Region und halt eben zum Beispiel noch ... Weinbeckslage ist kein Muss, aber das ist natürlich super, weil dann wisst ihr, krass, okay, kommt aus Deutschland, kommt aus der Pals und kommt aus der Lage ... recht Bäschel oder irgendwie so.

00:06:01: Ja, verstehe.

00:06:02: Also Anbaugebiete oder so was?

00:06:04: Ja.

00:06:04: Ja.

00:06:06: Dann die Rebsorte.

00:06:07: Viele Länder schreiben die Rebsorte auf das Etikett.

00:06:10: Einige klassischen Regionen aber wiederum nicht.

00:06:13: Also beispielsweise Deutschland schreibt eigentlich immer die Rebsorte auf das Etikett.

00:06:17: Hingegen Frankreich, wie Regionen, wie zum Beispiel Bordeaux oder Burgund, schreibt die Rebsort nicht auf das Etikett.

00:06:25: Da muss man dann so ein bisschen Hintergrundrecherche betreiben oder einfach ein bisschen mehr unseren Podcast hören.

00:06:30: Dann wisst ihr auch, was bei Bordeaux und so.

00:06:35: Ist ja ganz klar, wenn ihr bestimmte Rebsorten mögt, dann hilft das halt eben enorm bei der Orientierung.

00:06:41: Also wenn ihr wisst, ihr mögt Riesling, dann steuert ihr Riesling an.

00:06:45: Und vielleicht auch mal so ein bisschen Hintergrundinformation, okay, welche Regionen sind dann wirklich bekannt in Deutschland für Riesling?

00:06:52: Rheinhessen, Pfals, Demosel, ja, da kann man dann so ein bisschen hin navigieren.

00:06:59: Dann kann man auch noch einen Blick auf den Alkoholgehalt werfen, also ... steht verhältnismäßig wenig Alkohol drauf, kann man davon ausgehen, dass der Wein leichter ist, steht mehr Alkohol drauf, gerade bei Rotwein kann man davon ausgehen, dass der Wein kräftiger und auch vollmundiger ist.

00:07:16: Ausnahmen gibt es natürlich immer und auch hier kommt es auf Herkunft, Rebsort und Interpretation an, aber das ist trotzdem eine Angabe, die ich auf jeden Fall immer mit einbeziehen würde in die Entscheidung, gerade wenn ich den Wein nicht kenne.

00:07:28: Dann gibt es natürlich auch so Siegel und Plaketten und Medallien und so.

00:07:32: Ich würde mich nicht...

00:07:34: Was meinst du damit?

00:07:35: Also Bio?

00:07:37: Also einmal gibt es natürlich so Siegel, also Bio, Fairtrade oder auch regionale Qualitätssiegel.

00:07:42: Es gibt aber natürlich auch so... Medaillen und hier so Plaketten und Urkunden, so von so Magazin oder so persönlich.

00:07:51: Gewinner

00:07:51: von der und der Weinmesse.

00:07:54: Und persönlich würde ich mich davon nicht so krass beeindrucken lassen, weil solange uns der Rahmen dieser Verkostung nicht bekannt ist, kann ich auch nicht beurteilen.

00:08:04: warum der jetzt die silver medaille bekommen hat also in welcher katte?

00:08:07: also wenn es drauf steht auf dem etik also auf diesem diegel natürlich schon aber ganz grundsätzlich solange uns der rahmen dieser verkostung und anschließend preisverleihung nicht bekannt ist dann bringt mir das ganz auch ein ok.

00:08:18: ok

00:08:19: das heißt wichtig auf etiketten sind herkunft rebsorte alkoholgehalt und siegel und hinweiser ja

00:08:29: und natürlich auch mit Sicherheit die Geschmacksrichtung.

00:08:33: Also ist ein Wein trocken, halb trocken, lieblich.

00:08:37: Man kann davon ausgehen, dass wenn man auf deutschen Etiketten nix draufsteht, dass der normalerweise lieblich ist, sonst würde trocken draufstehen.

00:08:45: und in Italien, Frankreich und Kurs ist umgekehrt, steht nix drauf, ist er meistens trocken.

00:08:49: Und wenn was draufstehen würde, dann wird er normalerweise dann deklariert, dass er halt eben halb trocken oder lieblich ist.

00:08:55: Die Frage ist, was konkret hilft in diesem Moment beim Weinkauf?

00:08:59: Also wenn ich vor einem vollen Regal oder einer langen Liste stehe?

00:09:05: Also, ich glaube, der größte Filter, den man machen kann, ist, nur nach dem Etikett zu gehen.

00:09:09: Also, meine Cousine, die ist genau, sagt immer, der sieht die Kette auch so schön aus.

00:09:13: Und dann denke ich mir, ja.

00:09:14: Sind Fahrer drauf?

00:09:15: Ja, sind Fahrer drauf.

00:09:16: Und dann denke ich mir, sie haben mich Bockt über irgendwie nicht das Fahrrad, sondern mich interessiert, was draufsteht.

00:09:19: Also, ich würde nicht nur nach der Schönheit des Etiketts gehen, sondern wirklich mal einen zweiten Blick drauf werfen.

00:09:25: Was steht drauf?

00:09:26: Herkunft, Rebsorte, Stilbeschreibung, dann finde ich das auf jeden Fall immer richtig gut.

00:09:31: Dann ... Strukturen nutzen, also sich mal so ein bisschen nach Ländern informieren, Regionen und auch Rebsorten und danach halt eben so ein bisschen sortieren.

00:09:42: Also, heute was aus Deutschland, okay, was aus Deutschland, Riesling oder Bock auf Italien, okay, was Italien weiß oder rot und dann Empfehlungen beachten, also es gibt ja auch super gute Themenregale, Probiertipps der Woche, es gibt kuratierte Listen, da steht dann halt zum Beispiel drauf, leicht und frisch oder zum Grillen.

00:10:05: Also das hilft auch immer ganz ganz gut, wenn man sicherlich einfach unsicher ist.

00:10:09: Ja.

00:10:10: Und ich würde auch sagen, es gibt ja wirklich richtig gute Fachhändler und halt eben SEHler und richtig gute Lebensmittel-Einzelhänder im Allgemeinen, die auch eine Beratung mittlerweile anbieten, die da auch ins Somaliérum rennen haben.

00:10:25: Und wenn eine Beratung vor Ort ist, auf jeden Fall immer die Beratung nutzen.

00:10:29: Wenn man sich unsicher ist, dafür sind die Menschen da einfach fragen, hey, ich hab trink sonst immer, also ich finde der beste Satz ist eigentlich immer so, hey, ich trink sonst eigentlich immer das und das gerne, könnten Sie mir etwas in die Richtung empfehlen.

00:10:41: Also direkt ansprechen.

00:10:42: Ja,

00:10:43: direkt ansprechen.

00:10:44: Ja.

00:10:44: Okay.

00:10:48: Genau.

00:10:48: Und dann halt eben, wie gesagt, je genauer die Herkunft, desto besser.

00:10:51: Also konkrete Angaben, Mosel statt nur Deutschland, weil es einfach viel mehr Hinweise zum Stil gibt.

00:10:58: Und... Rebsorten, die verlässlich sind, würde ich jetzt sagen, sind immer Riesling, ein Weißbogunder, ein Graubogunder, ein Sauvierblanc, ein Chardonnay.

00:11:07: Damit decken wir, finde ich, Deutschland ab, aber auch ein Stück weit gut international oder auch ein grüner Wettliner.

00:11:14: Und bei Rot sind es definitiv Tempranillo, Spätbogunder, Mello oder auch ein klassischer Bordeauxblend oder ein Rioche, also sind wir wieder bei Tempranillo.

00:11:24: Das ist auf jeden Fall mal ganz gut.

00:11:25: Das Ding ist halt, ihr merkt ja jetzt schon so, wenn ich so sage, ja, gebt Hinweise auf den Stil.

00:11:32: Man kommt halt nicht drum herum, sich dann halt auch mit Wein so ein bisschen zu beschäftigen.

00:11:37: Also gerade, wenn keine Beratung da ist.

00:11:40: Man kann natürlich immer viele Einkaufstipps geben, aber man kommt halt nicht drum herum, so ein bisschen Hausaufgaben zu machen.

00:11:48: Das ist halt einfach so.

00:11:50: Ja, weil wenn ich jetzt zum Beispiel eine Rezeptkoche bin, dann informiere ich mich ja auch vorher, was brauche ich denn für ein Stück Fleisch für den Braten und so?

00:11:57: Wo kommt das Teil denn eigentlich her?

00:12:00: Das ist schon wichtig.

00:12:01: Das ist halt wie bei jedem anderen Produkt auch.

00:12:05: Ja, ist eigentlich auch das Schöne dabei, finde

00:12:07: ich.

00:12:07: Eben, ja, ja, voll.

00:12:10: Und du hattest gesagt vorhin schon angerissen, dass man so diese ganzen Medaillen und Awards nicht überbewerten sollte.

00:12:16: Ja,

00:12:16: also ich würde mich immer fokussieren auf Herkunft, Rebsorte, Stilbeschreibung und eigene Vorlieben.

00:12:21: Und ganz ehrlich, wenn keine Beratung vor Ort ist, dann mal kurz Google anschmeißen, ja, den Wein vielleicht mal scannen, es gibt auch tolle Apps.

00:12:31: und sich einfach kurz vor Ort die Zeit nehmen und sich informieren im Laden.

00:12:35: Aber

00:12:36: das bedeutet Beratung würdest du immer nutzen?

00:12:38: Also wenn du jemanden da hast, der Ahnung hat?

00:12:41: Also wenn eine Beratung da ist, dann würde ich eine Beratung, gerade wenn ich noch nicht so sicher bin in der Materiewein, immer in Anspruch nehmen.

00:12:49: Gerade so auch selbstständig geführte, die kennen ihr Sortiment und die machen das jeden Tag.

00:12:54: und ich würde einfach... sagen, hey, guck mal, das ist immer eine Notiz vom letzten Mal.

00:12:59: Das hat mir ganz gut, das ist auch ein guter Tipp.

00:13:01: Sich einfach mal in der Handy-Notizen-App, einfach sich das mal kurz notieren, das und das hat mir geschmeckt.

00:13:07: Vielleicht auch schon mal so vorsichtig in einem Satz formulieren, warum einem das gut geschmeckt hat und auch die Herkunft oder vielleicht einfach mal ein Foto machen.

00:13:15: und sagen, hey, guck mal, das fand ich ganz cool.

00:13:17: Kannst du mir was in die Richtung was anderes empfehlen, was Vergleichbares?

00:13:20: Oder habt ihr vielleicht sogar was Ähnliches?

00:13:22: Und dabei

00:13:23: immer ehrlich sein, ne?

00:13:24: Also auch klare Kante, du findest, ist auch nicht verwerflich, dass man sagt, ich möchte nicht mehr als zehn Euro bezahlen.

00:13:29: Das ist nämlich ganz oft die Frage auch, die erste, zweite Frage dann vom Händler, der dann sagt so, ja, wie viel willst du denn ausgehen?

00:13:36: Also ich wohne ja über einem Weinhandel und das Erste, was immer gefragt wird, ist, wenn ich da so sitze, was darf es kosten?

00:13:44: Sonst hast du ja von bis... Ja, aber ich finde es ehrlich gesagt, da kommt man auch viel schneller, wenn du die ganze Zeit um Halb und Drei rumredest.

00:13:51: Ich meine, es muss ja auch nicht jeder Wein immer so einen Vermögen kosten.

00:13:54: Aber

00:13:54: du überredest sonst eine halbe Stunde und hast gesagt, der ist mir zu teuer.

00:13:57: Richtig, genau.

00:13:58: Deswegen auch klar kommunizieren, was der Wein kosten darf.

00:14:02: Und vielleicht auch klar kommunizieren, was einem gar nicht gefällt.

00:14:05: Ich wäre ja jetzt so ein Kandidat... der den Holz ausbauen nicht so gern mag und ich werde dann jemand, der sagen würde, nicht so viel Holz.

00:14:12: Ja, richtig.

00:14:13: Also das ist auch immer ganz gut, wenn man schon mal weiß, was einem denn nicht gefällt, was man nicht so gerne mag.

00:14:19: Also ich mag nicht so gern holzig oder ich mag halt nicht so krass eure Betonte, weil das ist auch immer eine richtig, richtig gute Sache, ja.

00:14:26: Jetzt gibt es ja auch die Momente, dass man keine Beratungen in Anspruch nehmen kann, dass man keinen fragen kann.

00:14:32: Wir haben vorhin schon mal angerissen, es gibt sichere Anker, so Rebsorten, Stile.

00:14:37: Welche Rebsorten eignen sich denn gut zum Einstieg?

00:14:40: Also Riesling ist schon eine Rebsorte auch für den Einstieg.

00:14:43: Man findet ja auch Rieslinge von bis in den Läden.

00:14:49: und gerade so in dem Ja, Guts- und Ortsweinbereich sind die Weinen jetzt auch nicht so krass säurebetont.

00:14:56: Also das sind einfach richtig gute Vertreter der jeweiligen Region.

00:15:00: Das finde ich immer richtig gut und vor allen Dingen bei Riesling kommen auch Leute auf ihre Kosten, wenn der Wein auch gerne mal so ein bisschen halb trocken sein darf, weil man einfach immer noch die Säure so als Gegenspieler hat.

00:15:11: Das heißt, es sind nie so bapik süße Weine.

00:15:14: Also das finde ich auf jeden Fall richtig gut.

00:15:16: Dann Graube günder Pino Grigio, das ist unkompliziert und einfach ein richtig beliebter Allrounder.

00:15:22: Was man aber auch mal alternativ machen kann bei Graubugunder ist zum Beispiel in grüner Welt Lina, in Silvana oder vielleicht auch in Blanc de Noire aus dem Spät-Bugunder.

00:15:31: Das sind alles so Stile, die in eine ähnliche Richtung gehen.

00:15:34: Weiß-Bugunder ist auch extrem beliebt, ist ein bisschen kantiger, also im Sinne von hat oft ein etwas spürbares Säure geriss.

00:15:44: Okay.

00:15:45: Soviet Blanc ist so die... Bukettrebsorte, Aromarebsorte, die alle kennen, wenn man es gerne aromatisch mag.

00:15:54: Exotik.

00:15:54: Ja, wenn ich jetzt nicht so richtig Cut Green Grass haben will, dann gehe ich weg von Neuseeland und bewege mich eher an der Loire oder greift zu einem Sauvier Blanc aus Deutschland.

00:16:03: Da gibt es ja mittlerweile auch tolle Weingüter.

00:16:05: Wie gesagt, wenn ich es sehr knackig haben will, säure dies das, dann Neuseeland.

00:16:09: Und dann gibt es natürlich auch noch hervorragende Sauvier Blancs aus der Steiermark, insbesondere der Südsteiermark, die sich irgendwo im Mittelfeld bewegen.

00:16:17: Und ja, dann Roséweine natürlich, leicht frisch, gesellig, vor allen Dingen für den Sommer.

00:16:23: Ich persönlich liebe spätbegründer Rosé.

00:16:25: Ich finde, das ist immer so ein bisschen eleganter, strukturierter.

00:16:28: Man hat aber natürlich auch die klassischen Rosés aus der Provence.

00:16:32: Dann ... Merlot ist auch super beliebt, weil es einfach rund ist, eine reife Frucht hat, oft sehr zugänglich ist.

00:16:41: Und Tempranio, das hatten wir eben schon erwähnt, das gibt es von bis, also fruchtig bis wirklich würzig.

00:16:47: Da kann man sich auch so ein bisschen daran orientieren, so Krianzer, Reserver, Granreserver.

00:16:52: Jetzt aber als kleines Stilmerkhilfe nochmal.

00:16:56: Leicht und frisch, was würdest du da entgegnen?

00:16:59: leicht und frisch, einen Riesling aus dem Guts- oder Ortsweinbereich und einen Weißbegunter.

00:17:10: Also ich denke jetzt Deutschland.

00:17:11: Okay.

00:17:12: Und wenn ich sagen würde, saftig und unkompliziert?

00:17:15: Saftig und unkompliziert.

00:17:22: Einen Müller-Turga, zum Beispiel aus der Pfalz.

00:17:26: Yummy!

00:17:28: Einen Silvana finde ich auch richtig, richtig gut.

00:17:31: Zum Beispiel aus Franken.

00:17:33: Ich überlege gerade, stelle mir gerade selber vor, wenn ich vom Wein riege, herstellen würde.

00:17:36: Saftig und unkompliziert.

00:17:39: Oder einen, auch gerne, Pinot Noir aus dem Einstiegsbereich.

00:17:42: Gerne auch aus Deutschland, zum Beispiel aus der Pfalz.

00:17:45: Das sind wir auch wieder bei der Pfalz.

00:17:46: Die machen auch so, gerade so im Einstiegsbereich, richtig saftige, unkompliziert Rotweine, gerne auch gekühlt servieren.

00:17:57: Und Rosé, so ein schön blonde Noir.

00:18:00: Und jetzt gehen wir davon aus, du bist mit ein paar Freunden unterwegs, die haben dich in den Supermarkt geschickt, damit du fürs Essen noch ein bisschen Wein holst und gesagt, hol mal was Kräftigwürziges.

00:18:08: Was Kräftigwürziges.

00:18:11: Was Kräftiges und was Würziges.

00:18:13: Da wär ich wahrscheinlich bei Rot.

00:18:20: Ja.

00:18:21: Und wär wahrscheinlich dann, ja, ich glaub schon bei Spanien irgendwie irgendwo unterwegs.

00:18:26: Und würde mich wahrscheinlich ... ja, doch für so ein Reserver oder Krianzer entscheiden.

00:18:36: Oder Italien.

00:18:38: Italien.

00:18:45: Ja, so ein Nebiolo.

00:18:47: So ein Barülöschchen oder so was.

00:18:50: Ja.

00:18:50: Passt.

00:18:52: Cheers.

00:18:53: Mit Lu und Jonas und der einfachen Lebenshilfe.

00:18:57: Die Einkaufshilfe, besser gesagt.

00:18:59: nochmal kurz zusammengefasst.

00:19:00: Ihr habt heute gelernt, warum es sich lohnt, beim Weinkauf ein paar Basics im Kopf zu haben, wie zum Beispiel Anlass, den Stil.

00:19:08: Die Farbe, Temperatur, haben wir auch drüber gesprochen.

00:19:11: Dann ganz wichtig, Etiketten geben euch viele Infos.

00:19:14: Herkunft, Rebsorte, Jahrgang, Alkoholgehalt, Siegel sind auch mit drauf.

00:19:20: Vergesst erst mal die bunten Bilderchen, die sind nicht ganz so wichtig, muss man ganz ehrlich sagen.

00:19:23: Ja, und je genauer die Angaben, desto besser.

00:19:26: Und sie lenken auch manchmal ab, die Bilderchen.

00:19:29: Nutzt Struktur, nutzt Empfehlungen und Filter, statt euch von der Masse erschlagen zu lassen, um das so ein bisschen besser einzuordnen.

00:19:38: Dann ist ganz wichtig, Orte mit großer Auswahl und Beratung sind richtig, richtig gut, um den Geschmack weiterzuentwickeln, kann man sagen.

00:19:46: Und wir haben gar nicht so viel darüber gesprochen, aber online, zu bestellen online Angebote, sind doch eigentlich ganz gut, um auch mal so Sachen zu entdecken, glaube ich.

00:19:54: Ja, total.

00:19:54: Man ist dann auch

00:19:56: nicht so gestresst, so geht es mir dann.

00:19:58: Da lese ich dann

00:19:59: ganz viel,

00:20:00: so wie du bei Bund nie.

00:20:00: So, und bin dann auf so einer Seite im Weinshop, da ist wirklich so.

00:20:04: Weil da auch Geschichten hinterstehen.

00:20:06: Da ist der Winzer zu sehen, das cooles Foto, dann steht die Geschichte von der Familie dahinter und so.

00:20:11: Und da entdecke ich dann manchmal, wie gesagt, was Besonderes oder...

00:20:15: Ja, generell auch so Probierpakete oder auch mal zu einer Weinenprobe gehen.

00:20:19: Das gibt's ja auch in den Fachhändlern und so, um einfach mal so ein bisschen sein Horizont zu erweitern.

00:20:25: Und wie gesagt, einfach auch mal ein Foto machen und gucken und aufschreiben, was hat mir gefallen, was hat mir nicht gefallen?

00:20:31: Genau, und Rebsorten und Stile könnt ihr eigentlich ganz gut nutzen, so als Orientierung, bis man so selbst ein Gefühl für einen eigenen Geschmack hat.

00:20:41: Aber wenn man im Internet bestellt, dann sagt der Algorithmus ja immer, dieser Wein gefällt den, gefällt ja auch diesen Wein.

00:20:48: A, B, C. Heute trocken, halbtrocken Feinhab.

00:20:53: Ja, also grundsätzlich haben wir vier Geschmacksrichtungen im deutschen Weinrecht.

00:21:00: Noch eine fünfte.

00:21:02: Feinherb ist aber gesetzlich nicht definiert.

00:21:04: Starten wir mit Trocken.

00:21:05: Trockenname ist Programm.

00:21:07: Maximal neun Gramm Restzucker pro Liter.

00:21:10: Kann natürlich je nach Säure aber trotzdem fruchtig wirken, gerade wenn es an der Obergrenze ist.

00:21:16: Dann haben wir Halbtrocken.

00:21:19: Dann gibt es Lieblich.

00:21:22: Und dann gibt es noch Süß.

00:21:24: Ja, so eine absteigende Reihenfolge.

00:21:25: Und dann gibt es Feinherb.

00:21:27: Ja, das ist... Ja, es ist so eine... So eine Nummer zwischen halb trocken und lieblich.

00:21:35: Also da nicht verwirren lassen.

00:21:37: Feinherb hat nichts mit extra Herb oder irgendwas dergleichen zu tun.

00:21:40: Feinherb findet man vor allen Dingen bei Rebsorten wie Riesling auf dem Etikett.

00:21:46: Zumais aus Ecken wie Rheingau, Mose, manchmal aber auch ... Ja, in Hessen falls eher seltener.

00:21:55: Und man hat einfach damals nach einem Begriff gesucht, wie man auch ... Ja.

00:22:00: wie man auch Restsüßeweine besser vermarkten kann.

00:22:05: Weil damals wollte jeder Trocken trinken, aber eigentlich wollte man schon so ein bisschen Frucht im Glas haben.

00:22:11: Und weil halt eben süß und lieblich bedingt durch einige Jahrzehnte in dieser tollen Weinbranche total verpönt war, hat man dann den Begriff Feinherb ins Leben gerufen.

00:22:21: Es wird wirklich sorgt bis heute für maximale Konfusion.

00:22:27: Also Feinherb könnt ihr euch merken.

00:22:29: Meistens Riesling und meistens wirklich eine angenehme Fruchtsüße.

00:22:32: Immer so ein perfektes Spiel aus Säure und Süße.

00:22:35: Also nicht so pappig süß?

00:22:37: Nein, nicht.

00:22:37: Also sollte im besten Fall nicht pappig süß sein, richtig.

00:22:42: Sollte Lust machen auf das nächste Glas.

00:22:44: Komm, auf das, was wir jetzt trinken.

00:22:45: Wir stoßen noch mal an.

00:22:47: Wenn ihr beim nächsten Wein-Einkauf vielleicht was Spannendes entdeckt,

00:22:52: schickt

00:22:52: uns einfach Fotos.

00:22:54: Schickt uns Fotos.

00:22:56: Und vor allen Dingen auch, wenn ihr Fragen habt, wenn ihr Wünsche habt, wenn ihr Themenvorschläge habt, wenn ihr sagt, ihr macht das jetzt seit über zwei Jahren und die hat immer noch nicht darüber geredet.

00:23:07: Dann schreibt uns.

00:23:08: Schreibt uns an, was du gesagt

00:23:11: hast.

00:23:12: Schreibt

00:23:13: uns einfach mal an.

00:23:14: Cheers at edeka.de.

00:23:16: Ja, damit sagen wir Tschüss.

00:23:17: Ja, damit sagen wir Tschüss.

00:23:19: Wie gesagt, fünf Sterne freuen wir uns und die Empfehlung, damit unsere Cheers-Community immer weiter wächst.

00:23:25: Bis nächste Woche!

00:23:26: Wir freuen uns auf euch, ihr Süßweise.

00:23:30: Cheers.

00:23:32: Dieser Podcast wird euch präsentiert von Edeka.

00:23:36: Wir lieben Lebensmittel.

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