166: Weinetiketten verstehen: Italien einfach erklärt

Shownotes

Pasta, Pizza, Tiramisu und der passende Wein dazu. Lou und Jonas nehmen Dich mit auf eine kleine Genussreise durch die italienische Küche und zeigen, welche Weine zu Deinen Lieblingsgerichten fast immer funktionieren. Von Bruschetta über Carbonara bis hin zum Dessert – mit einfachen Merksätzen findest Du Dich im Restaurant oder Supermarkt locker zurecht.

Weinlexikon: A wie Azienda-Agricola Azienda Agricola ist einfach die italienische Bezeichnung für einen landwirtschaftlichen Betrieb. In der Weinwelt heißt das meist: Der Betrieb baut seine Trauben selbst an und verarbeitet sie oft auch selbst zu Wein – also eher Erzeugerbetrieb als reine Abfüllfirma. Kurz gesagt: mehr Nähe zum Weinberg, weniger Industrie.

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Altershinweis: Dieser Podcast beschäftigt sich mit Wein und hat einen Bezug zu Alkohol. Der Inhalt ist ausschließlich an Personen ab 16 Jahren gerichtet.

Transkript anzeigen

00:00:00: Weißt du, Weinetiketten können ja eigentlich alles sein.

00:00:04: Also wahnsinnig spannend, richtig kunst, was dann zu hunderten im Regal steht, auf den Flaschen, bis hin zu unfassbar langweilig.

00:00:15: Also, als hätte jemand einfach keine Ahnung, eine Steuererklärung auf die Flasche geklebt.

00:00:20: Das

00:00:20: stimmt, das

00:00:21: stimmt.

00:00:22: Und wie es oft so ist, man steht im Urlaub zum Beispiel in Bella Italia, im Supermarkt.

00:00:29: Guckst die Flasche an und denkst, wow, gut, hübsche Sezikette.

00:00:34: Aber was sagt mir das jetzt eigentlich?

00:00:40: Wie es oft so ist, man steht im Urlaub zum Beispiel in Bella Italia, im Supermarkt.

00:00:54: Guckst die Flasche an und denkst, wow, gut, hübsche Sezikette.

00:00:59: Aber was sagt mir das jetzt eigentlich?

00:01:01: Und genau darüber quatschen wir heute wieder.

00:01:04: Was steckt wirklich auf so ein Indikett einer italienischen Weinflasche?

00:01:08: Und was hilft uns vor allen Dingen beim Aussuchen?

00:01:10: Ist ja eine kleine Serie, ne?

00:01:12: Denn in jedem Land verrät uns das Indiketten ein bisschen andere Dinge über den Wein.

00:01:18: Es gibt also Pflicht-Infos und nice to have-Infos, oder?

00:01:21: Richtig.

00:01:21: So wie bei allen Indiketten.

00:01:23: Wobei ich schon spoilern kann, dass es nicht so... Umfangreich ist, wie zum Beispiel, wenn du jetzt ein Weihnetikett aus Spanien oder so was hast.

00:01:29: Ich finde, italienische Weihnetiketten sind relativ selbsterklärend.

00:01:33: Aber es gibt natürlich so ein paar Begriffe wie Reserver oder Klassiko.

00:01:38: Genuggespoilert, das wollen wir anschließen.

00:01:40: Die vielleicht zur Verwörung führen können, sorgen können.

00:01:44: Der Wein der Woche.

00:01:45: Guck mal, und hier haben wir auch schon eine Bandarole.

00:01:48: Siehst du das?

00:01:49: Ja.

00:01:49: Blau, weiße Bandarole.

00:01:51: Eine blau, weiße Bandarole.

00:01:52: Sprechen

00:01:52: wir auch gleich drüber und da drauf steht DOC.

00:01:55: Aber was haben wir im Glas?

00:01:56: Im Glas haben wir eine Suave.

00:02:01: Ziemlich cool, weil es verschiedene Suave-Typen gibt.

00:02:06: Das ist jetzt ein Suave aus dem Einstiegsbereich.

00:02:08: Also das sind so einfache frische Weißweine mit einer angenehmen Säurestruktur.

00:02:18: Und Suave besteht hauptsächlich immer aus der weißen Rebsorte Garganega.

00:02:25: Aber es dürfen auch bis zu dreißig Prozent Verdicchio drin sein oder auch Chardonnay.

00:02:30: Aber Garganega ist die Rebsorte, die man sich in Bezug auf Suave merken muss.

00:02:35: Es gibt auch Suave Spumante, also Schaumwein.

00:02:39: Und es gibt auch weitere Zonen, zum Beispiel Suave Classico.

00:02:46: Das heißt, dass da die Rebsorten aus Suave kommen, aber eher so aus den Hanglagen.

00:02:53: Und Klassiko hatte ich ja eben schon gespoilert.

00:02:55: Das heißt, dass es eher aus so einem traditionellen Kerngebiet kommt.

00:02:58: Und da sind wir eigentlich auch schon mitten im Thema drin.

00:03:00: Kannst du mal rein riechen?

00:03:01: Ja,

00:03:01: auf jeden Fall eine krasse Frische.

00:03:03: Typisch für Suave ist so der Duft nach Fürsichen, nach Orangenzeste, Marjuran, so Dinger halt.

00:03:13: Und das ist eine sehr alte Region.

00:03:16: In der Nähe von Verona, also eine sehr alte Weinanbauregion.

00:03:20: Verona und wie gesagt, da gibt es unterschiedliche Stile und Qualitäten.

00:03:25: Ich finde, war einigen Orangenzäste sehr dominant, oder?

00:03:28: Ja.

00:03:31: Hab ich auch, also trinke ich auch sehr selten, muss ich sagen.

00:03:33: Aber gerne.

00:03:34: Ja, also... Ach, das ist sowieso, kennst du das?

00:03:37: Manchmal greift man immer zum gleichen, zur gleichen Rebsort.

00:03:39: Ob

00:03:39: ich das kenne?

00:03:39: Ja klar, leider.

00:03:41: Gibst du mir mal die Flasche... Rüber.

00:03:44: Ich hab dir auch gerade noch mal ein Bild rausgesucht von zuhause.

00:03:47: Also das ist Nähe Verona.

00:03:48: Siehst du?

00:03:48: Sehr hügelig, ne?

00:03:49: Das ist nicht nur flach.

00:03:50: Und sehr neblich

00:03:50: auf deinem Foto.

00:03:51: Ja, nicht das schönste Foto.

00:03:53: Aber man sieht auf jeden Fall, dass es keine Ebene ist, sondern auf jeden Fall sehr hügelisch ist.

00:03:57: Und das ist auch Wolken gibt in Italien.

00:04:00: Und da gibt es auch Wolken und Regen.

00:04:01: Gut,

00:04:02: aber das ist, glaube ich, genau das richtige Beispiel.

00:04:04: Wenn ich so eine Flasche aus Italien in

00:04:06: der Hand halte.

00:04:08: Was sind denn die Grundinfos?

00:04:11: die ich erkennen sollte, auch so ein Medikett.

00:04:14: Angenehme Säure.

00:04:16: So, der hört jetzt eine angenehme Säure, ja.

00:04:18: Also natürlich der Weintyp, ja.

00:04:20: Also Vino Bianco, Vino Rosso ist Rotwein,

00:04:24: Vino Rosato.

00:04:26: Genau, ist Rosewein.

00:04:28: Und dann gibt es natürlich noch Spomante, den klassischen Spomante und Spomante ist immer Schaumwein.

00:04:32: Dann die Produktionsregion beziehungsweise die Herkunft.

00:04:37: Und natürlich auch die Qualitätsstufe.

00:04:40: Hier ist jetzt Suave, ist jetzt das Herkunftsgebiet.

00:04:43: Und Suave ist DOC.

00:04:46: Also ein Wein an, ein bestimmtes Anbaugebiet heißt das.

00:04:53: Und dann gibt es eben noch DOCG.

00:04:55: Das ist ein bestimmtes Anbaugebiet mit kontrollierter und geschützter Herkunft.

00:05:00: Und ...

00:05:01: Denominatione di origine controllata.

00:05:05: Genau, also das ist jetzt ein Herkunftsgebiet.

00:05:07: Das ist ein Moment, ein Anbaugebiet bzw.

00:05:09: Herkunftsgebiet mit geschütztem Ursprung.

00:05:13: Und wenn DOCG draufsteht, dann heißt das, dass es auch noch garantiert wird.

00:05:17: Ach so, und dann gibt es ja noch IGT, das wäre dann einfach Landwein.

00:05:21: Und es gibt auch den ganz normalen Vino, also Wein.

00:05:23: Okay.

00:05:26: So, was steht noch drauf?

00:05:27: Weingutsname.

00:05:29: Der Weingutsname.

00:05:29: Was

00:05:30: steht jetzt da, glaube ich, nicht drauf?

00:05:31: Wäre dann zum Beispiel Tenuta und dann Tenuta und dann der Name des Weinguts.

00:05:35: Tenuta.

00:05:37: Und Jahrgang.

00:05:38: Damit man weiß, aus welchem Haus es kommt.

00:05:40: Du hast so richtig stark kombiniert, Jonas.

00:05:44: Super.

00:05:45: Dann haben wir noch Anata.

00:05:46: Anata ist Jahrgang.

00:05:49: Anata ist Jahrgang.

00:05:51: Und ja, Alkoholgehalt steht drauf, Füllmenge steht drauf.

00:05:54: Aller Genhinweis, auch hier Schwefel.

00:05:58: Dann oft ... Also kommt es immer drauf an, ob es nach Rebsorte etikettiert wurde oder halt eben nach der Herkunft, wenn es nach Herkunft etikettiert wurde, muss man sich mal damit auseinandersetzen.

00:06:08: Wie jetzt hier auch, okay, so ist die Herkunft, aber welche Rebsorte versteckt sich denn eigentlich hinter der Herkunft?

00:06:13: Das muss man dann einfach, wie so blöd auf Karteikarten einfach mal lernen.

00:06:18: Dann gibt es ja manchmal noch diese Begriffe, wie zum Beispiel Klassiko, als du gesagt hast, Superiore.

00:06:25: Wie im Spanischen gibt es ja Reserva, hier heißt es Reserva.

00:06:28: Richtig, also es gibt ja zum Beispiel Suave, aber es gibt zum Beispiel auch Suave Classico.

00:06:33: Das heißt, der Suave wäre in dem Fall eher so der Einstiegsbereich.

00:06:37: Und Suave Classico, da weiß ich dann, aha, okay, der Wein kommt aus dem historischen Kerngebiet der Suave Region.

00:06:45: Das Gleiche kennen wir natürlich auch von Chianti.

00:06:48: Chianti Classico, es gibt Chianti, das ist einfacher.

00:06:51: Chianti, Sanjuvese Wein.

00:06:53: Aber es gibt halt eben auch Chianti-Klassiko.

00:06:55: Und da meint man auch dann immer, das historische Kerngebiet der Region, das im Verhältnis zum ganzen Chianti-Gebiet wesentlich größer ist bzw.

00:07:06: kleiner ist.

00:07:07: Also Chianti-Klassiko ist kleiner als das riesengroße Gebiet Chianti.

00:07:10: Das ist wirklich extremst groß.

00:07:13: Und dann halt gibt es halt eben noch Superiore oder auch Reserver und Weitere ähnliche Begriffe und die geben einfach einen Hinweis auf eine strengere Herstellung in Bezug auf längere Reifezeit.

00:07:29: Und man möchte damit auch so ein bisschen, ja, ein höheres Qualitäts- und vielleicht auch Alterungspotenzial suggerieren.

00:07:37: Du, ich habe mal mal eine Frage zu diesen Qualitätsstufen.

00:07:39: Also, was du gesagt hast, DOCG, DOC, IGT, zum Beispiel DOCG ist, wie erwähnt ja, die höchste offizielle Qualitätsstufe.

00:07:48: Aber heißt denn IGT?

00:07:51: ist das automatisch dann schlechter oder schlecht oder billig oder?

00:07:57: Also da geht es ja auch immer bei diesen geschützten Herkunftsgebieten.

00:08:01: Bei dieser garantierten Herkunft und dem ganzen Gedöns geht es ja auch immer so um Regelwerke.

00:08:06: Also ihr dürft dann nur die Rebsorte verwenden.

00:08:09: Ihr müsst die und die Erträge machen, blibla blub.

00:08:12: IGT heißt nicht automatisch billig oder schlecht.

00:08:18: Denn es gibt wirklich sehr, sehr hochwertige Weine, die mit EGT ... Also die als IGT klassifiziert sind, aber sie erlauben natürlich mehr Freiheit bei der Weinbereitung.

00:08:28: Also weil sie dann in diese anderen Regelwerke nicht reinpassen?

00:08:32: Richtig.

00:08:32: Also werden sie abgestuft, automatisiert vom Weingesetz und die müssen dann unter IGT laufen.

00:08:37: Wir haben ja auch in Deutschland super tolle Weingüter, die bei der Qualitätsweinprüfung, also deren Weine aber bei der Qualitätsweinprüfung abgelehnt werden, weil sie nicht in dieses Regelwerk passen.

00:08:51: dann automatisiert als Landwein verkaufen müssen.

00:08:54: Und das ist bei uns auch keine schlechtere Qualität, sondern das sind ganz oft sehr individuelle und charakterstarke Weine, die als Landwein vermarktet werden, von diesen besagten Persönlichkeiten aus der Weinbranche, die halt aber sagen, wir möchten unseren Wein aber so ausbauen und wir haben halt keine Lust, uns nach eurem Regelwerk zu richten.

00:09:13: Und auf der ganzen Welt ist das genau so, das ist in Spanien so, da ist es dann halt eben der Generico oder der Corsettia.

00:09:20: Und in Italien ist es dann halt eben auch zum Beispiel IGT.

00:09:23: Und es gibt ein ganz berühmtes Beispiel, das sind die Super-Taskins.

00:09:27: Und die Super-Taskins, das sind ja QWs unter anderem aus Autochton, aber halt eben auch internationalen Rebsorten.

00:09:34: Und wenn diese internationalen Rebsorten bei der Weinherstellung für dieses DOCG-Gebiet aber nicht zugelassen sind, wirst du halt eben abgestuft und musst unter Landweinvermarkten.

00:09:43: Also so mal so Marum kann man sagen, die Klassifikation gibt uns... eine Orientierung, aber im Finals zählt dann, ob uns der Stil gefällt.

00:09:54: Richtig,

00:09:55: genau.

00:09:56: Und auch einfach da wieder mal zum Handy greifen und sich einfach informieren, wenn man vom Weinregal steht.

00:10:01: Wenn ich dann so ein Weinindikat lese und mir die Infos rausziehe, gibt es auch Fallen, also Möglichkeiten, wo ich komplett daneben liege?

00:10:12: Also... Sachen,

00:10:14: die in die Irre führen?

00:10:16: Ja, ich sag ja immer, je mehr auf dem Etikett steht, desto besser, also je mehr Informationen ich über ein Wein ziehen kann, desto besser kann ich mir ein Bild machen über die Qualität, aber vor allen Dingen über den Stil.

00:10:29: Es heißt jetzt aber nicht, dass wenn jetzt gar nichts auf dem Etikett steht, also zum Beispiel, da steht nichts über den Ausbauer, nichts über die exakte Rebsauce, dann heißt das aber nicht, dass das jetzt gleich ein schlechter Wein ist.

00:10:41: Dann diese Geschichten mit Klassiko und Superiore.

00:10:45: Klingt natürlich immer edel.

00:10:47: Heißt jetzt aber nicht, dass der Wein super edel ist.

00:10:50: In erster Linie heißt es halt eben da, dass der Wein regionale Vorgaben erfüllt und minimal erhöhte Standards hat.

00:10:57: Aber Geschmack ist halt immer subjektiv.

00:10:59: Dementsprechend würde ich jetzt nicht sagen, ein Soave ist jetzt aber schlechter als ein Soave.

00:11:04: Klassiko, um jetzt beim Beispiel zu bleiben.

00:11:06: Das ist Quatsch.

00:11:08: Dann noch mal ganz wichtig, wir hatten es ja schon, Klassifizierung ist nicht gleich ein garantierter Geschmack.

00:11:13: Also nur weil der Wein das tolle Label DOCG trägt, heißt das jetzt nicht automatisch, dass er euch auch gefällt.

00:11:19: Also viel wichtiger ist hier die Herkunft.

00:11:22: Wo kommt der Wein her?

00:11:24: Für welchen Stil steht die Herkunft?

00:11:26: Informiert euch über den Ausbau und checkt auch mal, ob das überhaupt eine Rebsorte ist, die sich hinter der Herkunft verbirgt, die überhaupt euren Vorlieben entspricht.

00:11:35: Und, was man nochmal jetzt erwähnen kann, ist halt, wie gesagt, IGT kann große Freiheit und Qualität bedeuten.

00:11:42: Stichwort Supertaskens.

00:11:45: Das heißt, gerade moderne oder auch kreative Weine landen einfach bewusst unter Landwein.

00:11:51: Und das heißt jetzt nicht per se, dass das billige Weine sind.

00:11:53: Okay, aber das heißt auch, dass nicht immer alles auf dem Etikett steht.

00:11:57: Also es fehlen ja durchaus auch ein Fuss.

00:11:59: Ja.

00:11:59: Okay.

00:12:00: Und dann, was immer hilft, ist einfach mal googeln, den Bein googeln, mal gucken.

00:12:05: wenn ich die Zeit habe, einfach mich ein bisschen zu informieren, wie du sagst.

00:12:08: Und zum Beispiel spanische Weinetiketten, die haben dann teilweise auch viel mehr Zusätze.

00:12:12: Also sowas wie Robble, wo du dann halt so weißt, der hatte Holzkontakt.

00:12:15: Das ist jetzt bei den italienischen Weinetiketten nicht so umverkeicht.

00:12:20: Wir machen die Zusammenfassung mal so als Mini-Checkliste.

00:12:23: Also wie lest ihr ... italienische Weinintiketten wie ein Profi.

00:12:29: Also anders gefragt an dich, Lu, was muss ich mir merken, wenn ich durch ein Regal voller italienische Weine gehe?

00:12:35: Also als erstes die Herkunft checken, wo kommt der Wein her und welche Rebsorte verbirgt sich hinter dieser Herkunft, wenn die nicht angegeben ist.

00:12:47: Dann über die Rebsorte an sich informieren, dann auf den Jahrgang achten unbedingt und dann halt eben auch auf den Alkohol.

00:12:57: und auch den Produzentchecken, also das Weingut gerne auch mal nachschlagen, wofür stehen die überhaupt?

00:13:03: Was machen die so?

00:13:04: Dann kann man natürlich auch noch einen Blick werfen auf EU-Biosiegel.

00:13:09: oder halt eben biodynamische Siegel oder also wie zum Beispiel Demeter oder generell ökologische, also anderweitige Biosiegel außer dem EU-Biosiegel und dann halt nochmal gucken, okay, was bedeutet jetzt in dem Kontext mit dem Weinklassiko?

00:13:26: gibt es vielleicht irgendwelche Angaben, wie sie Reserver definieren oder auch Superiore und nicht nur auf Klassifikationen halt einfach hören, sondern sich einfach nochmal eigenständig informieren.

00:13:40: Ach so, und wenn es dunkle Flaschen sind?

00:13:44: Dann logischerweise auch vorher mal klären, es ist jetzt in Rosso, es ist in Bianco, Rosato, Spumanto.

00:13:49: Ja,

00:13:49: genau, auf jeden Fall, ja klar, logisch, ja.

00:13:51: Gibt es denn irgendwelche Begriffe, die uns etwas über den Ausbau des Weins verraten?

00:13:54: Also du hast ja gesagt, dass Robletts zum Beispiel wie in Spanien nicht unbedingt draufsteht auf der Metikett?

00:13:59: Ja, also es gibt noch ein paar Begriffe, die man sich mal notieren kann.

00:14:03: Also zuerst mal die Metodoklassico-Flaschengerung.

00:14:06: Das heißt traditionelle Flaschengerung wie in der Champagne heißt im italienischen Metodoklassico.

00:14:11: Dann gibt es die Methode Martinotti, steht auch ganz oft auf dem Rückenetikett.

00:14:16: Das heißt, das haben wir das Tankgehrungsverfahren, Prosecco.

00:14:20: Dann haben wir Pasito, das heißt so viel wie ausgetrockneten Trauben.

00:14:27: Und dann haben wir noch so was wie Apacimento, also da sind wir jetzt eher so in der Region Weipolicella.

00:14:33: Das heißt auch, hier werden die Trauben vor der Verarbeitung angetrocknet.

00:14:37: Und dann gibt es noch so was wie Afinato in Legno.

00:14:41: Also im Holz gereift, ist aber auch hier jetzt nicht irgendwie streng definiert.

00:14:46: Oder affinato in barric oder affinato in boté, also in der Flasche.

00:14:53: Und es gibt ja auch noch hier die Geschmacksbezeichnung, also secco, amabile und deutsche.

00:15:00: Das heißt von trocken bis süß, ist zum Beispiel, also findet man manchmal auf Etiketten aber.

00:15:06: Aber auf jeden Fall auch hilfreich.

00:15:07: Ja, auf jeden Fall.

00:15:09: Und, was ich mir gerade auch noch eingefallen ist, es gibt auch noch manchmal so Begriffe wie Granselezione.

00:15:16: Ja.

00:15:16: Findet man eigentlich fast nur bei Chianti Klassiko.

00:15:19: Das heißt, da dürfen nur eigene Trauben verarbeitet werden, also Trauben aus eigenem Anbau.

00:15:24: Das ist so die strengste Kategorie im Chianti.

00:15:27: Und dann gibt es noch Vignia.

00:15:29: plus den Namen der Lage.

00:15:32: Das heißt, wir haben hier eine Einzellagenbezeichnung.

00:15:35: Da ist ja auch die Herkunft noch enger gefasst.

00:15:38: Das heißt, das ist oft schon ein sehr hochwertiger Wein.

00:15:42: Und ja, das ist so das, was man, glaube ich, mal so gehört haben muss.

00:15:49: Ach ja, und ein haben wir noch.

00:15:52: Los, Weinlexikon.

00:15:54: Heute A wie Acienda agricola.

00:15:59: Acienda agricola.

00:16:01: Also eine Acienda agricola ist ein Betrieb, der auch nur seine eigenen Trauben verarbeitet.

00:16:07: Dann gibt es ja noch auch Tenuta oder Fatoria oder Castello.

00:16:11: Das sind halt Weingüter oder auch so Schlossdomänen.

00:16:16: Das sagt jetzt weniger über die Qualität aus, eher über das Image und so ein bisschen den Stil.

00:16:22: Aber wenn Acienda agricola drauf steht, dann könnt ihr immer davon ausgehen, dass die Trauben, wie gesagt, aus eigener aus eigenem Anbaustammen.

00:16:30: Ja.

00:16:32: Also, nächstes Mal, wenn ihr italienische Wein kauft, guckt euch das Etikett mal ein bisschen bewusster an.

00:16:37: Yes.

00:16:37: Ich nur, oh, schönes Pferd drauf, nehm ich.

00:16:40: Oh, das schöne Schloss drauf.

00:16:41: Ja, wirklich lesen.

00:16:43: Und wenn ihr dann irgendwas versteht, was ihr vorher nie beachtet habt, dann schreibt es uns einfach mal.

00:16:47: Ja.

00:16:48: Wir feiern wirklich jeden kleinen Etiketten Erfolgsmoment.

00:16:51: Ja, warum?

00:16:52: An dieser Stelle, cheers.

00:16:53: Schön war es.

00:16:53: Ich hoffe, ihr konntet was mitnehmen.

00:16:55: Genau, und denkt dran.

00:16:56: Fragen muss man fragen, auch zum Thema Wein.

00:16:58: Wenn ihr eine habt, dann meldet sie uns über cheersatedeka.de.

00:17:02: Du weißt aber

00:17:03: auch alles.

00:17:03: Ich bin Maschine.

00:17:05: Oder über den Instagram-Kanal von Cheers.

00:17:07: Und nächste Woche, Montag, gibt's eine neue Folge.

00:17:10: Immer wieder Montags.

00:17:13: Dieser Podcast wird euch präsentiert von Edeka.

00:17:17: Wir lieben Lebensmittel.

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