164: Weintrends 2026: Was erwartet uns im neuen Jahr?
Shownotes
Wie jedes Jahr wirft Lou einen Blick in die Zukunft: Was bringt 2026 für die Weinbranche, welche Weinstile und Rebsorten setzen sich durch und was bleibt 2025 relevant? Von globalen Trends über DACH-Spezifika, No- & Low-Alkohol, nachhaltige Verpackungen, PiWis bis hin zu KI im Weinberg – diese Folge liefert kompakte Insights, Tipps und Prognosen für alle Weinliebhaber:innen.
Weine der Woche
Bio Riesling Trocken, klar und herrlich erfrischend: Apfel und Zitrus in der Nase, dazu Limette und ein Hauch Pfirsich am Gaumen. Die typische Pfälzer Säure ist lebendig, aber gut eingebunden – ein unkomplizierter Bio-Riesling mit ordentlich Trinkfluss.
Bio Chardonnay Italien Ein trockener, fruchtbetonter Chardonnay aus Sizilien mit saftigem Charakter. Reife Frucht steht im Vordergrund, begleitet von einer milden Säure – unkompliziert, rund und angenehm zu trinken. Bio-zertifiziert und gemacht für alle, die Chardonnay ohne Schwere mögen.
Die Frage der Woche Frage: In der Champagne werden ja auch andere Rebsorten zugelassen – stimmt das?
„Ja! 2025/2026 gibt es Experimente mit neuen Sorten, z. B. die PiWi-Rebsorte Voltis darf bis zu 5 % der Fläche eines Betriebs ausmachen. Außerdem kommt Chardonnay Rosé als Mutation hinzu, und der Name „Meunier“ wird oft anstelle von „Pinot Meunier“ verwendet. Alles noch Testphase, aber spannend für den Klimawandel und die Vielfalt in der Champagne.“
Genau das Richtige für Deine Weinprobe und zum Üben von Verkostungen: Das Cheers! Aromarad.
Lust auf den perfekten Weinmoment? Mit den Cheers! Weinplaylisten findest Du tolle Musik zu jeder Flasche Wein.
Möchtest Du uns eine Frage stellen, etwas loswerden oder ein Thema vorschlagen? Dann schreib uns gerne an cheers@edeka.de. Wir freuen uns, von Dir zu hören – Cheers!
Weitere Infos zu unserem Podcast findest Du unter edeka.de/cheers. Besuche uns auch gerne auf Instagram.
Altershinweis: Dieser Podcast beschäftigt sich mit Wein und hat einen Bezug zu Alkohol. Der Inhalt ist ausschließlich an Personen ab 16 Jahren gerichtet.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wie ist mir dir immer noch gute Vorsätze im Jahre?
00:00:02: im Jahr?
00:00:02: im Jahr?
00:00:03: im Jahr?
00:00:03: im Jahr?
00:00:03: im Jahr?
00:00:03: im Jahr?
00:00:03: im Jahr?
00:00:04: im Jahr?
00:00:04: im Jahr?
00:00:04: im Jahr?
00:00:04: im Jahr?
00:00:04: im Jahr?
00:00:05: Cheers, der Weint-Podcast mit Lou
00:00:06: und Jonas.
00:00:06: Und Jonas.
00:00:06: Hallöchen.
00:00:07: Und
00:00:07: immer noch mit guten Vorsätzen,
00:00:08: wie gesagt, für den Jahr für den Jahr für den Jahr
00:00:10: für den Jahr
00:00:10: für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für
00:00:29: den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für
00:00:31: den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für
00:00:48: den Jahr für
00:00:49: den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr
00:00:56: für.
00:00:56: Und wir haben letztes Jahr auch eine Folge dazu aufgenommen.
00:00:58: Und das war tatsächlich eine der meistgeklickte Sten-Folgeln.
00:01:02: You liked it.
00:01:03: Ihr habt jetzt euch noch mal gewünscht jetzt hier.
00:01:05: Und deswegen haben wir hier gesagt, machen wir ein Annual-Singen raus.
00:01:08: Und mal hier mein Englisch-Foreveranowais rauszuhauen.
00:01:10: Richtig.
00:01:11: Die Liebe Lu hat es so ein bisschen auseinanderklappt.
00:01:13: Bühstert, wie man sagt.
00:01:14: Wie sieht es wirtschaftlich aus?
00:01:16: Welche Rebsorten?
00:01:17: Welche Weinstile?
00:01:18: Ich habe mich sozusagen durch die Statistiken für euch gewälzt.
00:01:21: Also durch die Statistiken, die es aktuell schon gibt.
00:01:25: Denn wir beziehen uns heute teilweise auch noch auf das Jahr zwanzig vierundzwanzig, weil das Weinjahr ja immer so ein bisschen anders läuft und ist teilweise noch keine aktuellen zuverlässigen Zahlen von zwanzig fünfundzwanzig gibt.
00:01:39: Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt nur grobe Schätzungen.
00:01:42: Da werden wir auch darauf Bezug nehmen, aber nur damit ihr es schon mal gehört habt.
00:01:45: Genau.
00:01:46: Und wir sprechen über Themen, die leider immer wichtiger werden durch den Klimawandel.
00:01:52: den es ja lautes Onkels mit der Blondentolle gar nicht gibt.
00:01:55: Pivis zum Beispiel, nachhaltige Verpackung.
00:01:58: Klima,
00:01:58: das hat sich schon immer verändert.
00:02:00: War immer hier mal so, mal da.
00:02:02: Und ein Thema, was wir nicht vergessen werden, selbst du hast dran gedacht, KI.
00:02:07: Ja, du.
00:02:09: Ich
00:02:10: hatte dich im Nacken.
00:02:10: Falls ihr es schon mal mitbekommen habt, ist unser Running-Act.
00:02:13: Jonas nervt mich immer mit KI.
00:02:15: Und deswegen haben wir heute auch noch einen Abstand mit KI da drin, da reingehauen.
00:02:19: Nicht zu vergessen, am Ende gibt's auch noch eine Hörerfrage zu dem Gesöff, was einige von euch wahrscheinlich zu Weihnachten sehr genossen haben und auch zum Jahreswechsel nämlich Champagne.
00:02:29: Champagne, Bubbles, genau.
00:02:32: Denn auch da gibt es Veränderungen in der wunderschönen Champagne und das beantworten wir heute in einer wunderbaren Frage von euch.
00:02:38: Also
00:02:39: macht's euch gemütlich, wir schauen zusammen in die Glaskugel oder gleich auch in die Glasflasche.
00:02:46: Wir haben heute zwei Weine mit an Bord.
00:02:49: Einmal ein Chardonnay und einmal ein Riesling.
00:02:51: der Chardonnay kommt aus Italien.
00:02:55: Fun fact, was ist eine der meist angebauten weißen Rebsorten der Welt?
00:03:02: Ich würde sagen Pino Grigio.
00:03:04: Chardonnay.
00:03:06: Chardonnay ist eine der meist angebauten weißen Rebsorten mit über zweihunderttausend Hektar Rebfläche.
00:03:13: Was ist denn typisch für Sharoni?
00:03:14: Also ganz typisch für Sharoni.
00:03:16: Es kommt natürlich immer auf die Herkunft an und auf den an und den Ausbau.
00:03:20: Aber was man sich auf jeden Fall merken kann, sind so Aromen, also zitrische Aromen, das meistens so Zitrone, klassisch der Abrieb oder wirklich so eine frisch gepresse Zitrone, gelbe Apfel und dann, Stichwort Ausbau, kann manchmal auch so ein bisschen was Buttriges in der Nase mitschwingen oder der Duft nach Vanille oder auch Ananas.
00:03:42: Gerade früher hat man ja immer so ein bisschen unterschieden in Oaked & Un-Oaked-Chardonnay.
00:03:47: Das schreibt man aber eigentlich nur noch auf die Etiketten in Amerika, weil viele immer noch so ein bisschen Angst haben vor diesen holzgelutschten Chardonnays, die dann wirklich so extrem nach Holz, Butter und Vanille riechen.
00:04:00: Das
00:04:01: ist ja auch nicht meins, weißt du ja.
00:04:02: Aber der hier ...
00:04:04: Deswegen, also könnt ihr mal drauf achten, falls ihr mal irgendwie eine Weinhandlung oder irgendwas seid und dann sind amerikanische Weine.
00:04:10: Zum Beispiel aus Sonoma oder so, den steht immer ganz oft noch drauf, an aukt oder aukt.
00:04:13: Aber der hier ist ein Bio-Wein aus Italien.
00:04:16: Ja.
00:04:17: In diesem Sinne, cheers!
00:04:18: Cheers!
00:04:22: Du, zwanzig, fünfundzwanzig war ja wieder kein einfaches Jahr für die Weinbranche, oder?
00:04:27: Und es heißt in Schätzung, habe ich gelesen, miese Ernten, diplomatisch gesagt, sagen wir mal solide bis schwache Ernten.
00:04:38: Auch in Deutschland.
00:04:39: Und die Leute trinken weiter weniger und alles wird teurer.
00:04:42: Das heißt, viele, viele Winzer müssten auch in den Jahr- und Jahrzehnten vermutlich schon kämpfen.
00:04:48: Richtig, es gibt einige Magazine und Veröffentlichungen, die Titeln so wenig geerntet wie vor fünfzehn Jahren.
00:04:56: Also neues Rekord-Tief sozusagen, insbesondere jetzt für den deutschen Weinanbau.
00:05:01: Also wie angekündigt jetzt der Blick in die Glaskugel oder besser gesagt in die Glasflasche?
00:05:06: Was zeigen denn die Prognosen für zwanzig, sechsundzwanzig?
00:05:09: Also was glaubst du, wird das eher Krise oder wird das eher Aufbruch?
00:05:12: Ich würde euch jetzt erstmal so einen groben Überblick verschaffen.
00:05:14: Bezug nehmt auf die Zahlen von zwanzig, vierundzwanzig.
00:05:18: Wie eingangs erwähnt, es gibt für zwanzig, fünfundzwanzig zum jetzigen Zeitpunkt nur aktuelle Schätzungen laut.
00:05:25: Der OIV, das ist die Internationale Organisation für Rebe und Wein, könnt ihr euch mal notieren.
00:05:30: Die haben sehr, sehr interessante Statistiken und verfügen halt immer über alle möglichen Informationen.
00:05:36: Lag die Weltweinproduktion, zwanzig, vierundzwanzig bei ungefähr zweihundertundzwanzig, acht Millionen Hektuliter.
00:05:44: Und das sind ungefähr fünf Prozent weniger als im Vorjahr.
00:05:47: Und damit ist das der niedrigste Stand seit über sechzig Jahren.
00:05:52: Richtig, so.
00:05:52: Und wir sehen ja jetzt auch ... Bei den Schätzungen für zwanzig, fünfundzwanzig niedrigste Mengen seit über fünfzehn Jahren, also das zieht sich durch und Gründe dafür sind zum Beispiel stark Regen.
00:06:06: Im September gab es in vielen Regionen noch mal Regen und die haben natürlich dann einfach so ein bisschen die Ernte versaut.
00:06:12: Aber ganz wichtig zu erwähnen, es war kein schlechter Jahrgang, weil mit Weinbergs Management hat man trotzdem richtig, richtig gute Qualitäten reingeholt, also wenig Ernte heißt nicht immer gleich schlechte Qualität.
00:06:25: Und die belastbaren Zahlen in Sachen Weinkonsum aus dem Jahre zwanzig vierundzwanzig, absolut gesunken.
00:06:32: der Konsum, ne?
00:06:33: Richtig,
00:06:33: also gleichzeitig sank der weltweite Weinkonsum auf ungefähr zweihundert vierzehn Millionen Hektar, ebenfalls der niedrigste Stand seit nineteeninundsechzig, also weniger Wein im Tank und weniger im Glas, kann man sich merken.
00:06:47: Und starten wir leider gleich mit Bad News in das neue Jahr.
00:06:50: Ehrlich gesagt, Lou, gibt es denn Hoffnung für den Jahr für die Jahre?
00:06:53: Ja, also ich sage mal so viele Sprechen von einem sogenannten strukturellen Reset.
00:06:59: Also die Flächen werden kleiner, gleichzeitig geht aber auch der Konsum runter.
00:07:04: Aber die Betriebe, die übrig bleiben, sind oft besser aufgestellt.
00:07:07: Also die machen mehr Direktvertrieb und haben eine bessere Wertschöpfungskette.
00:07:11: Und dann die guten Neuigkeiten für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für für.
00:07:38: So.
00:07:39: und das kann dann halt einfach ein möglicher Wendepunkt für zwanzig sechsundzwanzig sein.
00:07:44: Wenn sich vorausgesetzt Inflation und Konjunktur stabilisieren, dann könnte die Branche auf niedrigeren Volumen aber gesünderem Wertniveau durchstarten.
00:07:55: Ist verständlich, oder?
00:07:56: Ja,
00:07:56: ist verständlich.
00:07:57: Das heißt einfach Marktbereinigung wahrscheinlich.
00:07:59: Richtig.
00:08:00: Jetzt beruhigt sich alles wieder so ein bisschen.
00:08:02: Wir hatten ja auch jahrelang so einen Hoch.
00:08:04: Und jetzt hatten wir einfach auch so einen Wirtschaftsknick einfach mit dieser krassen Inflation.
00:08:09: Alles wurde teurer.
00:08:10: Also haben die Leute einfach weniger gekauft.
00:08:12: Also es ist eigentlich super spannend zu beobachten.
00:08:14: Ja, es ist einfach ein Bereich von vielen.
00:08:18: Da
00:08:18: waren es nicht ausgeschlossen, das glaube ich.
00:08:20: Und was man halt ... Grundsätzlich sagen kann, zu diesem Abschnitt ist einfach kleinere Jahrgänge, bewussterer Konsum und was man auch überall rausliest, ist mehr Fokus auf Nachhaltigkeit, Storytelling und direkt Kontakte zu den Weingrüttern.
00:08:36: Okay,
00:08:36: think positive, würde ich an dieser Stelle sagen.
00:08:38: Ja voll.
00:08:39: Aber wenn wir...
00:08:40: Ich finde, man muss es ja auch verstehen, um dann vielleicht auch neue Wege zu finden.
00:08:44: Man kann ja nicht immer nur sagen, es ist eine Scheiße.
00:08:46: Ja, kann man, aber kommt man nicht voran.
00:08:48: Ja, ist ja jetzt irgendwie, genau.
00:08:50: und würde auch nicht zu meinem Motto für dieses Jahr passenglücklich sein.
00:08:55: Wenn wir auf den Konsum schauen, können wir davon ausgehen, dass der weiter zurückgeht?
00:09:00: Also ja, Volumen geht runter und zwar über alle Alkoholkategorien, also minus ein Prozent Volumen, zwanzig, vierundzwanzig und Wein ist natürlich Teil dieses Rückgangs.
00:09:10: Aber der Wert bleibt stabil oder steigt und die IWSR spricht von einer selektiven Premium-Sation.
00:09:20: Also viele trinken seltener, greifen dann aber wiederum bewusst zu besseren oder auch sogar teureren Flaschen.
00:09:26: Wer
00:09:26: treibt denn das überhaupt?
00:09:27: Also sind das junge Leute, sind das alte Leute?
00:09:29: Vor
00:09:30: allem Millennials und Gen Z. Definitiv.
00:09:32: Also trinken weniger nebenbei, so dieses, ach, so ein Gläschen, so auf der Couch.
00:09:38: Aber halt eben genau bewusstere Genussmomente.
00:09:42: Genannt wurde da auch so Date Night, Fine Dining.
00:09:44: Man geht mit Freunden wirklich aktiv raus und bestellt sich eine gute Flasche Wein und genießt das.
00:09:49: Aber halt eben weniger nebenbei.
00:09:52: Und bei dem Konsummuster ist, glaube ich, Moderation das große Stichwort.
00:09:57: Und die E-W-S-R nennt das, kannte ich vorher auch nicht, Zebra Striping.
00:10:02: Also Menschen wechseln zwischen alkoholischen Drinks und No- beziehungsweise Low-Varianten, unkomplett alkoholfreien Phasen.
00:10:11: Also die sagen dann zum Beispiel, so ja, ich trink halt nur Samstag-Was und den Rest alkoholfrei oder dann, also es wird nicht mehr so viel gemischt, sondern entweder schwarz oder weiß.
00:10:20: Das heißt, das sind die beiden trinkfertigen letzten Jahrgänge, die es gibt.
00:10:25: Millennials und Genset, oder?
00:10:27: Lass uns mal gucken, was die Trends werden, möglicherweise in den Jahr zum Jahr.
00:10:32: Wir können immer nach Farben sortieren.
00:10:33: Weißwein, Rotwein, Rosé oder auch Schaumwein.
00:10:37: Wo geht's hin?
00:10:38: Was man auf jeden Fall ganz klar sagen kann, ist, dass es einen globalen Schiff weg von Rot gibt.
00:10:44: Langfristig sehen OIV-Analysen, Rotwein verliert, Weiß und Rosewein legen zu.
00:10:48: Und daran hat sich laut, zumindest laut den jüngsten, zwanzig, fünfundzwanzig Auswertungen auch grundsätzlich jetzt nicht viel geändert.
00:10:57: Und bei Schaumwein, das hatten wir in der letzten Folge zu dem Thema, glaube ich, auch mal erwähnt, also global gilt Schaumwein als ganz klarer Gewinner.
00:11:05: Ich müsste lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass du da
00:11:08: beteiligt bist.
00:11:10: Also, Marktvolumen, zwanzig vierundzwanzig, ungefähr zweihundert neunzig Milliarden US-Dollar.
00:11:15: Und das entspricht einer Prognose von plus sieben Komma fünf Prozent Wachstum pro Jahr bis zwanzig vierund dreißig.
00:11:23: getrieben von, und das ist eigentlich super spannend, der Apparitivokultur feiern und auch Social Media tauglichen Drinks.
00:11:29: Also da geht es jetzt nicht...
00:11:30: Social Media taugliche Drinks.
00:11:32: Ja,
00:11:32: aber da geht es jetzt nicht, das darf man jetzt nicht vergessen.
00:11:34: Da geht es ja jetzt nicht nur um das reine Trinken von Champagner, Francha, Quarta und Deutsch im Sekt, sondern es geht vor allen Dingen auch um die Mixkultur.
00:11:42: Ich sag nur, Apparition, Spritz und Co, das wird ja gehypt ohne Ende.
00:11:45: Und was braucht man dafür?
00:11:48: Wie
00:11:48: sieht es aus mit Rosé?
00:11:49: Der hat in den letzten Jahren viele neue Freunde gefunden.
00:11:54: Wir hatten einen richtigen Rosé-Hype, insbesondere so um Regionen wie Provence.
00:11:59: Das ist auch sehr spannend zu beobachten.
00:12:02: Rosé bleibt wichtig.
00:12:04: Aber in klassischen Rosé-Hochburgen sieht man auch eine Normalisierung nach dem Hype.
00:12:12: Also zum Beispiel in Frankreich, das ja wirklich total bekannt ist für halt eben Roseweine in allen Farben und Stilen.
00:12:20: Da geht der Trend gerade eher hin zu mehr weiß Wein als jemals zuvor.
00:12:25: Super spannend dafür, aber wiederum nach dem halb mehr ernsthafte und auch lagerfähige Rosé, aber auch Rosé-Schaumweine.
00:12:33: Also es normalisiert sich einfach ein bisschen, aber der Trend geht da witzigerweise zu Weißweinhin.
00:12:37: Lass uns mal ein bisschen fokussieren, auf Deutschland beziehungsweise erweitert, auf Dach, wie man so schön sagt, also Deutschland, Österreich und die Schweiz.
00:12:45: Also Deutschland.
00:12:46: Produktionsfokus weiterhin Richtung Weiß.
00:12:50: Zwanzig, vierundzwanzig standen rund seventy-tausend Hektar.
00:12:54: mit weißen Sorten im Attrach.
00:12:56: Also etwa zwei Drittel der Rebfläche.
00:12:58: Nur noch mal als kleiner Reminder.
00:12:59: Deutschland hat eine Fläche von ungefähr hunderttausend Hektar Rebfläche.
00:13:03: Und die weiße Fläche ist in den letzten zehn Jahren gewachsen.
00:13:06: Die rote Fläche, also die Fläche, die mit roten Rebsorten bestockt ist, die ist hingegen geschrumpft.
00:13:13: Das ist total schade persönlich jetzt.
00:13:15: Das ist echt schade.
00:13:16: Bei
00:13:16: Österreich ähnlich.
00:13:17: Also Weißwein bleibt klar dominant.
00:13:19: Also vor allen Dingen grüner Weltliner.
00:13:22: Rund ein Drittel der Gesamtgebfläche dazu, starkes Wachstum, vor allen Dingen aber auch bei aromatischen Weißweinen, zum Beispiel aus der Steiermark.
00:13:29: Und das ist auch wieder so, was wir verstärkt merken, finde ich im Premiumsegment, also Sauvier Blanc oder auch ein Weltschrießling.
00:13:37: haben immer mehr Leute auf dem Schirm, weil einfach öfter drüber gesprochen wird, auch im Horika-Bereich, wenn man so an so Sommelier-Sammets und so was denkt oder auch größere Veranstaltungen in der Branche, da wird das einfach zunehmend thematisiert und man merkt da einfach ein Wachstum.
00:13:54: Noch kurz das CH, also die Schweiz war mir vergessen.
00:13:56: Die Schwitz,
00:13:57: Hauptschwitz.
00:13:57: Ja.
00:13:58: Bei den klassischen Rebsorten gibt's den Pinot Noir, also Spätburg-Günder und den Schassler, bei uns Deutschland auch bekannt, vor allen Dingen Mark-Refler-Land unter Gutedel.
00:14:05: Die sind nach wie vor auch tonangebend in der Schweiz.
00:14:09: Aber auch hier sieht man, Pinot Noir ist leicht zurückgegangen und die weißen Rebsorten haben ein bisschen zugenommen.
00:14:16: Aber was vor allen Dingen auch zugenommen hat, sind die Pivis, also die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten.
00:14:21: Noch mal kurz zusammengefasst, das heißt global gesehen, also weltweit weniger rot, mehr weiß.
00:14:28: Etwas rosé und was ganz klar zu sehen ist, der trennt mehr Babels.
00:14:33: Und auf Dach verteilt, also Deutschland, Österreich, Schweiz.
00:14:37: Du hast gesagt, der Weinberg wird immer weißer und vielfältiger.
00:14:42: Rot bleibt logischerweise, aber verliert klar Anfläche.
00:14:46: Wir bleiben bei den Rebsorten, gucken noch mal global, gucken auch noch mal Dach, sozusagen nach Deutschland, nach Österreich und die Schweiz.
00:14:53: Ganz einfach gefragt, welche Rebsorten breiten sich denn aus und welche sind denn eher die Loser?
00:14:58: Also es ist super spannend.
00:15:00: Also was würdest du denn denken?
00:15:02: Weil wir haben ja so ein Rebsorten mehr, wir haben ja so eine Vielfalt weltweit und trotzdem ist es wirklich nur eine Handvoll an Sorten, die die weltweite Rebflecht dominieren.
00:15:13: Was würdest du sagen, Felter?
00:15:14: Wie viele
00:15:15: Rebsorten?
00:15:16: Nee, sag, was glaubst du?
00:15:17: Die Dominanz, meinst du?
00:15:19: Das ist ja, muss ich dir schätzen.
00:15:21: Aber wenn du so provokativ fragst, dann müsste man wahrscheinlich sagen so, weiß ich nicht, twenty-fünf Rebsorten dominieren oder zwanzig?
00:15:29: Thirteen.
00:15:30: Also dominieren mehr als ein Drittel der weltweiten Rebsorte.
00:15:32: Weltweit!
00:15:33: Das ist schon krass.
00:15:34: Ja, es ist, er fokussiert.
00:15:36: Ja.
00:15:36: und dreißig Sorten mehr als die Hälfte.
00:15:38: Also es ist jetzt gar nicht, das ist nicht so viel.
00:15:40: Wenn wir denken, guck mal, allein Georgin hat über fünfhundert verschiedene Autortone-Rebsorten.
00:15:44: Das ist schon crazy, ne?
00:15:45: Aber das zeigt mehr als Nische wahrscheinlich, ne?
00:15:47: Ja.
00:15:48: Also fangen wir mal bei den Roten an.
00:15:50: Cabernet Sauvignon bleibt number one.
00:15:53: Das ist die am weitesten verbreitete Rebsorte der Welt mitgeschätzt rund ... Ja, dreihundertfünfzig, dreihundertsechzigtausend Hektar nagelt mich dann nicht auf die fünf oder zehnzehntausend Hektar erfest, aber es bewegt sich so in dem Rahmen, dass man sich als Faustregel merken kann, Cabernet Sauvier, dreihundertfünfzigtausend Hektar.
00:16:10: Okay,
00:16:10: Cabernet Sauvier, hast du noch eine Rote?
00:16:12: Tempraneo hat in den letzten Jahren massiv zugelegt, ist laut aktuellen Marktanalysen eine der drei meistgepflanzten Rotweinsorten weltweit und natürlich in Spanien.
00:16:23: der unangefochtene Platzhürsch könnte man sagen.
00:16:27: Und im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig habe ich auch noch herausgefunden, die einzige rote Kategorie im UK-Markt, die im Wert wächst.
00:16:35: Auch spannend.
00:16:36: Ja.
00:16:37: Und Tempranio wächst ja wirklich... Also, ja, nicht nur in Spanien, Revere de Luero, Rioja, man kennt es, sondern die wächst ja überall.
00:16:44: Und die hat ja allein, ich weiß nicht, wie viele Synonyme Portugal, ich weiß nicht, wie viele Synonyme Tempranio hat.
00:16:51: Also, darf man nicht unterschätzen.
00:16:53: Dann Pinot Noir, das ist sehr, sehr spannend, insbesondere im Premium-Segment.
00:16:59: Trotz des weltweiten Rückgangs haben wir wiederum aber einen Zuwachs in den Premium-Segmenten.
00:17:04: Zum Beispiel, wenn wir jetzt an Oregon, USA denken, wenn wir an Neuseeland denken, dann nimmt die Rebsorte zu, weil man da einfach ... Ja, wahrscheinlich erkannt hat, dass das doch ganz lecker zu trinken ist.
00:17:16: Dass da auch ein Markt für da ist.
00:17:18: Gerade weil begund wahrscheinlich auch immer teurer wird.
00:17:21: Also denkt man sich, macht man vielleicht irgendwie selber geiles Zeug.
00:17:24: Wie sieht's denn aus mit Melo zum Beispiel?
00:17:26: Ja, also Melo bleibt global schon weiterhin wichtig, würde ich sagen.
00:17:31: Hat aber unter anderem...
00:17:33: Aus so einem Kofferwärm, muss ich sagen.
00:17:35: Hat aber unter anderem in Frankreich an Fläche verloren und wird einfach durchtrenniger Rebsorten ersetzt.
00:17:42: oder gerodet und wird halt weißwein geflammt, ne?
00:17:44: Weil wir ja gerade gesagt haben, Frankreich, da wächst da einfach der Trend weiter zu weißen Rebsorten.
00:17:51: Wir können nur eine Sache sagen, wo wir gerade beim Thema Rebsorten sind, was echt witzig ist, das Graubagunder auch so krass zugenommen hat in den letzten zehn Jahren.
00:17:58: Wie sitzen
00:17:58: mit alkoholfreien und alkoholahmen Weinen aus?
00:18:01: Die waren ja im vergangenen Jahr, im Jahr ein absolutes Riesenthema, haben wir auch viel darüber gesprochen in Cheers.
00:18:08: Geht das so weiter?
00:18:09: Es
00:18:09: geht genau so weiter.
00:18:11: Und der Witz ist, dass ich das aber auch so vor der Haustüre mitbekomme.
00:18:15: Weißt du?
00:18:16: Also, jedes Weingut erzählt mir jetzt, Sie haben jetzt so neue alkoholfreie Alternative.
00:18:21: Wir
00:18:21: haben jetzt auch einen, der schmeckt.
00:18:22: Ja, genau.
00:18:23: Und ich habe aber auch das Gefühl, es wird immer besser.
00:18:26: Klar.
00:18:26: Also, ich bin immer noch bei entalkoholisierten Weinen, habe ich noch nicht so mein Go-to gefunden.
00:18:33: Aber ... Was so alkoholfreie Alternativen angeht, definitiv.
00:18:39: Ich war letztes Jahr im Sommer in der Südsteuermarkt bei einem befreundeten Weingut und der hat mir seine alkoholfreie Alternative präsentiert und ich war so, ja, kann ich das schon davon trinken?
00:18:48: Geil.
00:18:49: Aber ich fühl das, ich hatte das ja als Thema im vergangenen Sommer, ähm, genau.
00:18:54: mit alkoholfreien Alternativen in Sachen Longbrings zum Beispiel.
00:18:58: Das finde ich auch spannend.
00:18:59: Da
00:18:59: habe ich so krasse Sachen gefunden.
00:19:02: Das ist wirklich so gewesen, dass ich dann einfach wochenlang auch kein Alkohol getrunken habe, weil ich damit super fein war.
00:19:08: Und um das Thema abzuschließen, das ist so krass.
00:19:11: No-Alkohol und Low-Alkohol.
00:19:13: Also laut der IWSR wächst der No-End-Low-Markt in zehn Kernmärkten bis zu zwanzig, achtundzwanzig um vier Prozent.
00:19:22: Also es ist wirklich
00:19:24: krass.
00:19:24: Es wird eine spannende Reise.
00:19:25: Definitiv.
00:19:27: Lass uns mal über Nachhaltigkeit sprechen.
00:19:29: Was tut sich denn beim Thema Verpackung?
00:19:31: Also ist die Glasflasche wirklich noch König oder Königin?
00:19:35: It is iconic.
00:19:37: Ja, ich glaub, das ist ... Guck mal, wie lange haben die Leute gebraucht?
00:19:40: Die sind teilweise immer noch nicht ready for screwcap.
00:19:44: Und jetzt wimmst du den auch auf die Glasflasche weg.
00:19:47: Dann sind die doch so, jetzt mach mal einen Punkt.
00:19:49: Das merke ich auch, wenn ich beiträge, der Art auf meinem Kanal veröffentlichte ... Boah, das wird immer heiß diskutiert, weil die Leute sagen, nie.
00:19:56: Ich, meine Flasche, die muss aus Glas sein.
00:19:58: Und meine Flasche, die brauchen Korkverschluss.
00:20:01: Und ... ja.
00:20:03: bleibt ikonik, aber natürlich auch klimaschwer.
00:20:05: Also haben wir eh schon ausführlich darüber gesprochen.
00:20:08: Studien und Branchenberichte zeigen auch noch mal hier.
00:20:11: Glasflaschen machen oft über dreißig Prozent oder halt eben mehr das CO-Zweifussabdrucks eines Weins aus.
00:20:18: Und da ist halt eben
00:20:19: dreißig Prozent.
00:20:21: Genau.
00:20:22: Und da müssen wir auch noch mal unterscheiden zwischen Transport und Herstellung.
00:20:26: Mit dem Blick nach vorne, was bedeutet das für zwanzig, sechsundzwanzig?
00:20:29: Also die Erwartung ist wohl mehr Bag-in-Box.
00:20:32: im Premium-Alltagsbereich.
00:20:34: Bin ich aber interessiert daran, wie die das durchprügeln wollen.
00:20:36: Vor allen Dingen in der Dachregion, wo halt Beggen-Bobs gar nicht so... Beggen-Box gar nicht so krass verbreitet sind.
00:20:45: Das haben wir halt eher so in Norwegen und Co.
00:20:47: Das ist also, wo es normal ist.
00:20:49: oder Australien, dein Onkel, ne?
00:20:50: Extrem, hab ich mal... Kannst du dich daran erinnern?
00:20:51: Ja, sicher.
00:20:52: Nein, und du brauchst... Ich finde immer für dieses Thema brauchst du halt auch große Kühlschränke, gerade wenn der Trend zum Weißwein geht.
00:20:57: Ja, du brauchst
00:20:57: aber auch Vorreiterweingüter, die halt auch mal sagen, in der Dachregion, wir machen das jetzt einfach mal.
00:21:03: Oder tun sich halt zu Beginn zusammen oder wie auch immer.
00:21:05: Irgendjemand muss es halt machen, ne?
00:21:09: Und es gibt Pilotprojekte mit Papierflaschen im LEH.
00:21:13: Mit was?
00:21:13: Papierflaschen.
00:21:15: Also so Tetrapax?
00:21:18: Nee, Papierflaschen.
00:21:21: Gepresst ist, es ist genauso wie diese einen neuen Flaschen, die jetzt auch in den Luftlinien, in den Airlines zum Einsatz kommen.
00:21:27: Du siehst gar nicht, dass das kein Glas ist.
00:21:30: Es ist auch kein Glas, aber du denkst, es wär Glas.
00:21:33: Das ist content crazy.
00:21:34: Die sind quasi beschichtet.
00:21:35: In der Flasche.
00:21:37: Also ich glaube, dass es halt ein super Produkt sein kann, also eine Verpackung für den Eliha.
00:21:41: Gerade wo auch mehr auf Print und sowas gesetzt wird.
00:21:44: Aber ich finde es jetzt nicht so schlimm, hätte ich gesagt.
00:21:47: Wir machen gerade noch unseren zweiten Wein der Woche.
00:21:49: Das ist ein Riesling.
00:21:52: Typisch für Riesling.
00:21:53: Das variiert natürlich auch, aber ich finde Riesling ist immer sehr markant in der Nase.
00:21:56: Ich habe auch immer so Zitrusfrüchte, ein bisschen Apfel, vielleicht ein grüner, vielleicht ein gelber, vielleicht aber auch ein roter.
00:22:02: Bienenwachs finde ich manchmal auch sehr typisch.
00:22:05: Dann aber auch so der Duft, gerade so Pfalz und rein Hessen finde ich immer so ein bisschen für sich, für sich finde ich sehr typisch.
00:22:14: Also jetzt nicht so Tutti-Futti für sich, sondern richtig schöner für sich.
00:22:17: Ja,
00:22:18: so ein richtiges, ein echter.
00:22:19: Also für sich ist immer so mein, wie sagt man, da Zeichen, dass ich richtig schliegen könnte oder Riesling ist.
00:22:27: und spätestens bei der Säurestruktur.
00:22:28: Merkt man es natürlich, weil ... Riesling hat eine sehr prägnante Säurestruktur, die natürlich auch variiert.
00:22:34: Jahrgang, Einstiegskwalität oder Top-Lagen-Bereiche.
00:22:37: Yes, Jonas, du hast was auf den Lippen.
00:22:40: Tell me.
00:22:40: Wir kommen jetzt zu
00:22:42: deinem Lieblingsthema.
00:22:43: Zu einem meiner Lieblingsthemen, was schon in vielen, vielen Leben von euch eingezogen ist.
00:22:51: Nämlich künstliche Intelligenz.
00:22:53: Die Frage.
00:22:57: Ein entscheidendes KI-Jahr für Wein.
00:23:01: Also ich würde jetzt mal sagen, dass die KI in den deutschen Weinbaubetrieben oder auch in der Dachregion keine Weingüter und auch keine Winzerin ersetzt.
00:23:12: Sie ist halt ein zusätzliches Werkzeug beziehungsweise ein unterstützendes Mittel und wird zum Beispiel eingesetzt im Weinberg.
00:23:18: Also KI-Daten im Weinberg.
00:23:21: KI wertet Daten von Drohnen, Boden und Wettersensoren aus und erkennt zum Beispiel damit Wasserstress.
00:23:26: Krankheitstruck, Nährstoffmängel.
00:23:29: Und daraus sieht man natürlich einen ganz klaren Nutzen.
00:23:32: Zum Beispiel gezieltere Bewässerung, weniger Pflanzenschutz, bessere Prognose für ernte Mengen, aber natürlich auch den Zeitpunkt.
00:23:39: Und im Keller, ja, KI-gestützte Systeme überwachen mittlerweile schon Gerverläufe in Echtzeit, Temperatur, Zucker, Säure.
00:23:49: Und da ist natürlich auch ganz klar, dass Ziel, Fehlgerungen vermeiden und damit halt eben Qualitäten stabilisieren, aber auch zu sichern.
00:23:56: Und Schätzungen zufolge nutzen bereits rund siebzig Prozent der technologie-affinen Weingüter irgendeine Form von KI, von Ernteprognosen bis zu Chatbots im Online-Shop, weil das zählt natürlich auch in der Weinbranche mit rein.
00:24:09: Also es gibt ja super viel, es gibt auch die KI-Marie, da wurde jetzt irgendein Turismusorganisation auch ausgezeichnet.
00:24:15: Also das wird auf jeden Fall immer wichtiger.
00:24:18: auch Apps und so, also so Wein-Empfehlungsgeschichten.
00:24:21: Ich habe
00:24:21: auch über ein krasses Projekt in Italien gelesen.
00:24:25: Ich habe Tenute del Thero, habe ich extra rausgeschrieben, die sortieren inzwischen die Trauben per KI und da laufen die Bären über so einen Förderband und die Maschine erkennt dann in echtzeitlogischer Weise, welche Bären top sind und welche rausschieben müssen.
00:24:40: Und die Trefferquote liegt angeblich schon bei neunzig Prozent, also fast wie Handarbeit, nur schneller.
00:24:47: Und vor allen Dingen auch unbeeindruckt vom Stress.
00:24:50: Da
00:24:50: gehen die Meinungen aber auch auseinander.
00:24:51: Ich kenne auch viele Leute aus der Praxis, die halt sagen, das ist noch lange nicht so gut und nicht so genau.
00:24:56: Es gibt aber auch zum Beispiel Weingut in Österreich, das Weingut-Krispel, die machen das auch schon.
00:25:00: Das schießt dann quasi einfach so raus, die Dinge.
00:25:03: Und am Weinkampus Neustadt habe ich gelesen, arbeiten Sie angeblich an so einer künstlichen Nase.
00:25:10: Also das heißt Sensoren plus KI.
00:25:14: Und die können dann aromen oder sollen dann aromen und Fehler im Weiner kennen.
00:25:20: Also ich sag dir, Thema Humanoide Roboter, das wird nämlich das große nächste Thema in der KI sein, das wird dann digitaler Sommelier.
00:25:29: Ja.
00:25:29: Ja.
00:25:31: Du, wollen wir nochmal zusammenfassen?
00:25:34: Oui, oui, oui, oui.
00:25:35: Der Ausblick ins Jahr.
00:25:37: Zwei tausend sechsundzwanzig nur sie ausgepackt.
00:25:39: Die große Glaskugel, die Glastflasche.
00:25:41: Vielleicht wird sie irgendwann zur Papierflasche.
00:25:44: In zwanzig sechsundzwanzig vermeidet die noch nicht.
00:25:46: Aber wenn man aufs Jahrzehnte und Jahrzehnte schaut, dann sieht es tatsächlich nach so einem Wendepunkt aus.
00:25:51: Für die Weinbranche kann man sagen, nicht zurück zu alten Rekordmengen, eher hin zu kleineren, wertigen Märkten.
00:25:59: Global gehen, Produktionen und Konsum weiter runter.
00:26:02: Aber du hast gesagt, Premiumweine, vor allem Weißweine und auch Schaumweine laufen vermeintlich trotzdem richtig gut.
00:26:10: Bei uns in der Dachregion Wächst der Weißwein Anteil weiter.
00:26:16: Rot hast du gesagt verliert Fläche definitiv.
00:26:20: Und die Pivis wie Souvenir Gris habe ich aufgeschrieben, kann man den Blancste erwähnt.
00:26:24: Die werden immer wichtiger, weil sie einfach deutlich weniger Pflanzenschutz brauchen.
00:26:29: Und resistenter sind.
00:26:30: No und Low Alkohol bleibt definitiv ein Trend.
00:26:34: Dauertrend kann man jetzt glaube ich schon sagen.
00:26:36: Ja und es wird immer besser vor allen Dingen auch.
00:26:37: Es wird
00:26:37: besser.
00:26:38: Also nicht nur weil es gesünder klingt, sondern weil du, wie gesagt hast, einfach das ganze schmeckt.
00:26:44: Vor allem bei Jüngeren ist das, glaube ich, der Fall.
00:26:47: Und dann haben wir noch gesprochen über Nachhaltigkeit.
00:26:49: Muss man definitiv machen.
00:26:50: Das ist klar.
00:26:51: Leichtere Flaschen sind im Anmarsch.
00:26:54: Begenbox hast du genannt.
00:26:55: Neue Pflichtfach.
00:26:56: PET-Flaschen, die ersten.
00:26:58: Mit kleineren CO-Fußabdruck.
00:27:01: Und KI ist, haben wir eben gerade angerissen, ist kein Zukunftsfilm.
00:27:07: Wir sind mitten drin.
00:27:08: Also du hast die erwähnt, Drohnenbilder im Weinberg, personalisierte Weineempfehlung beim Kaufen, Apps, das ist alles Alltag, den wir täglich begegnen.
00:27:18: Also kurz gesagt, die Leute trinken bewusster, flexibler, sind informierter.
00:27:23: Man könnte fast sagen, sie wollen mehr Transparenz und vielleicht auch so ein bisschen Haltung von Weingütern und Händlern.
00:27:30: Ja, also auch gerade so Storytelling jetzt nicht in der Marketingbubble, sondern halt einfach wieder ein bisschen mehr in die Hand genommen werden.
00:27:37: Es ist vielleicht jetzt auch einfach wieder ein bisschen anstrengender zu verkaufen, aber verkaufen ist generell jetzt nicht immer nur einfach so.
00:27:43: Ich muss sagen, ich als Kunde mag's.
00:27:45: Ja, ehrlich.
00:27:50: Wir haben noch eine höheren Frage von Lisa aus Erfurtz.
00:27:52: Sie schreibt, ich habe gehört, in der Champagne werden auch andere Rebsorten zugelassen.
00:27:57: Stimmt das, Lu?
00:27:58: Yes, das ist vollkommen korrekt.
00:28:00: Also die Champagne kann man durchaus sagen, öffnet sich langsam für Veränderungen.
00:28:04: Die spannendste Entwicklung ist eigentlich das Voltis.
00:28:07: Das ist eine PIVI-Rebsorte, für Testswecke zugelassen wurde.
00:28:10: Bis zu fünf Prozent dürfen aktuell verwendet werden.
00:28:13: Wichtig ist aber auch hier zu erwähnen, das ist noch nicht offiziell im Rebsortenkatalog der Champagne festgeschrieben, sondern erst mal ein Experiment.
00:28:20: Also Voltis ist eine weiße Kreuzung, die ist unter anderem super gegen Mealtau resistent und kann natürlich ein richtiger Gamechanger in der Champagne sein.
00:28:31: Außerdem aber auch neu ab zwanzig, sechsundzwanzig ist Chardonnay rosé zugelassen.
00:28:37: Das ist, ich finde es ehrlich, wird auch ein bisschen verwirrend, weil alle mal denken, Chardonnay rosé, genau.
00:28:42: Das ist aber, das ist eine Rebsorte, das ist aber keine komplett eigenständige Rebsorte, sondern einfach eine Mutation von Chardonnay.
00:28:49: Und die hat halt oft so etwas leicht rötlichere Beeren, also die Beerenhaut ist ein bisschen rötlicher gefärbt.
00:28:57: Und damit, wenn man dann Voltis noch mit einrechnet, hätte man ... Jetzt heute neun zugelassenen Rebsorten.
00:29:04: und noch eine kleine Änderung, die ihr vielleicht bemerkt habt.
00:29:07: Man sagt jetzt oft nur noch Mignet statt Pinot Mignet in der Champagne.
00:29:13: Beides ist aber korrekt.
00:29:14: Also Pinot Mignet zu Deutsch-Müller-Rebe ist eine Mutation des Pinot Noirs.
00:29:19: Und der Name kommt daher, dass die Blattunterseite, insbesondere die Triebspitzen, so richtig dicht-vollig behaart sind.
00:29:27: Ist ein Geschenk in der Ampelographieprüfung.
00:29:30: Und die sieht halt so ein bisschen aus, wer sie mit mir bestäubt.
00:29:33: Und in Deutschland kennt man sie deshalb auch unter dem Namen Müller-Rebe oder auch Schwarz-Riesling.
00:29:39: Aber noch mal wichtiger Input, das ist komplett egal, ob ihr sagt Pinot Mignier oder Mignier.
00:29:44: Ich habe das auch noch mal nach recherchiert mit Artikeln aus der Champagne.
00:29:48: Und ich glaube, das ist eher gerade so ein bisschen Marketing.
00:29:51: Gag ist bei Pinot Mignier immer so ein bisschen im Schatten vom Pinot Noirstand und jetzt sagt man halt einfach nur noch Mignier, weil ich glaube, ich bin ein bisschen schicker
00:29:59: ist.
00:29:59: Ihr habt es gehört.
00:30:00: Lisa hat alles richtig gemacht.
00:30:01: Fragen sind zum Fragen da.
00:30:03: Wenn ihr welche habt, cheers at edeka.de oder kommt mal bei Instagram vorbei, da könnt ihr die Fragen logischerweise
00:30:10: aufstellen.
00:30:10: Instagram.
00:30:11: Weischt dieser Instagram.
00:30:13: Ihr Lieben, wenn euch die Folge geholfen hat, den Wein-Dschungel, zwanzig, sechsundzwanzig, ein bisschen besser zu sortieren, zu verstehen.
00:30:20: Kann man an dieser Stelle sagen, wenn ihr es noch nicht tut, abonniert den Podcast.
00:30:25: Empfiehlt uns weiter und lasst uns... Gibt
00:30:27: fünf Sterne.
00:30:28: Richtig,
00:30:28: lasst uns ein paar Sterne da.
00:30:29: Weil
00:30:29: nur so können wir jede Woche für euch hier reden.
00:30:33: Genau.
00:30:33: Und euch mit Wissen versorgen.
00:30:34: In diesem Sinne, bleibt neugierig.
00:30:36: Das
00:30:36: ist ja beim Moel ganz klar hier.
00:30:37: Bleibt
00:30:38: durstig, wir hören uns
00:30:39: nächste Woche.
00:30:40: Bis nächste Woche, danke fürs Reinklicken.
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