Weinverkostung im Praxischeck: Aromen, Stil & Herkunft (live aus Berlin)
Shownotes
Diese Folge haben wir live im Edeka Center No. 1 in Berlin Steglitz aufgenommen und gemeinsam mit der Cheers! Community verschiedene Weinstile verkostet. Im Fokus steht dabei die Frage: Wie verkostet man Wein eigentlich richtig? Anhand ganz unterschiedlicher Weine sprechen Lou und Jonas mit dem Publikum über Aromen, Struktur, Herkunft und Stilistik und zeigen, wie man Weine vergleichen und besser einordnen kann – ganz ohne komplizierte Begriffe oder Vorwissen. Eine Folge für alle, die Wein bewusster trinken möchten und Lust haben, dem eigenen Geschmack mehr zu vertrauen!
Weine der Woche
Genau das Richtige für Deine Weinprobe und zum Üben von Verkostungen: Das Cheers! Aromarad.
Lust auf den perfekten Weinmoment? Mit den Cheers! Weinplaylisten findest Du tolle Musik zu jeder Flasche Wein.
Möchtest Du uns eine Frage stellen, etwas loswerden oder ein Thema vorschlagen? Dann schreib uns gerne an cheers@edeka.de. Wir freuen uns, von Dir zu hören – Cheers!
Weitere Infos zu unserem Podcast findest Du unter edeka.de/cheers. Besuche uns auch gerne auf Instagram.
Altershinweis: Dieser Podcast beschäftigt sich mit Wein und hat einen Bezug zu Alkohol. Der Inhalt ist ausschließlich an Personen ab 16 Jahren gerichtet.
Transkript anzeigen
00:00:00: Willkommen zu einem Cheers Special, denn wir haben endlich mal das gemacht, was ich mir so sehr gewünscht habe.
00:00:06: Jonas,
00:00:07: dein Wunsch ist doch uns immer befehlt.
00:00:10: Ja!
00:00:10: Wir haben die Cheers-Community getroffen, denn den Cheers-Wein-Podcast gibt's auch live.
00:00:16: Genau, wir haben Tasting gemacht mit vielen von euch aus der großen Cheers-Community in Berlin Steglitz im großen EDK One Center.
00:00:24: Und das Ganze haben wir dann getaped.
00:00:26: Wir haben in sozusagen für euch aufgenommen, damit ihr es euch jetzt noch mal anhören könnt für alle, die nicht live dabei sein konnten.
00:00:34: Und das nächste Mal seid ihr hoffentlich dabei.
00:00:36: Aber
00:00:36: sofort von.
00:00:37: ich zähle auf euch.
00:00:38: In diesem Sinne.
00:00:38: In diesem
00:00:38: Sinne.
00:00:39: Cheers und ganz viel Spaß mit der Folge.
00:00:54: Willkommen zu einer ganz besonderen Cheers-Folge.
00:00:57: Heute nicht aus unserem heimeligen Studio in Hamburg, sondern live aus dem Edeka Center Number One, mitten in Berlin Steglitz, direkt aus der Weinbar.
00:01:06: Die haben wir heute gekapert.
00:01:07: An der Schlossstrafe.
00:01:08: Richtig.
00:01:09: Und wir haben eine kleine feine Runde hier für unsere Weinverkostung.
00:01:13: Vielleicht könnt ihr euch mal bemerkbar machen, so ein bisschen.
00:01:17: Yeah!
00:01:19: Hat funktioniert ja hier schon richtig, ja
00:01:21: oder mal?
00:01:26: Das ist der Apparativ.
00:01:31: Wir starten heute mit einem Cremor.
00:01:34: Es ist ein Schaumwein aus Frankreich.
00:01:39: Alle Schaumweine kommen nicht aus der Champagne.
00:01:47: Zwei bis drei Herkunftsgebiete in Frankreich.
00:01:50: Frankreich ist riesig, die besonders bekannt sind für Cremor.
00:01:54: Das ist unter anderem das Elsass.
00:01:56: Die Loire, Cremor de Loire.
00:01:59: Und ich würde sagen, qualitativ mit vorne.
00:02:01: dabei spielt auch das Jura.
00:02:03: Und aber auch Bordeaux.
00:02:05: Da sprechen wir gleich auch noch mal ganz kurz drüber.
00:02:07: Bevor wir loslegen mit dem Verkosten.
00:02:09: Wer von euch war denn schon mal bei der Weinverkostung?
00:02:12: Gibt es jemand, der das schon mal genossen hat?
00:02:18: Das ist der Verkostung.
00:02:23: Das
00:02:26: ist
00:02:28: der Verkostung.
00:02:28: Wir nutzen alle unsere Sinne.
00:02:44: und das Glas drüberhalten und dann habt ihr einen besseren Farb-Eindruck.
00:02:49: Und die Farbe gibt natürlich sehr viele Hinweise.
00:02:52: Erst mal ist es ein Weißwein, ist es ein Rosewein, ist es ein Rotwein, also ganz simpel.
00:02:57: Aber wir erkennen natürlich bei dem optischen Eindruck viel, viel mehr.
00:03:01: Gerade bei Schaumwein erkennen wir die Perlage, also das Geblubere.
00:03:05: Wir erkennen aber beispielsweise auch bei Rotwein und bei Weißwein, in welchem Alter sich der Wein befindet, denn wenn ein Rotwein älter wird, dann verfärbt sich natürlich auch die Farbe und das Gleiche haben wir auch bei weißwein und dann neigen wir ganz oft.
00:03:19: Das ist jetzt bei dem Sekt, bei dem Cremant natürlich nicht so zu erkennen, aber wenn wir jetzt das Weinglas haben und das so forty-fünf Grad Winkel von sich wegkneigt, dann sehen wir bei Rotwein, wenn er älter wird, bekommt er so eine orangene Bernsteinfarbe.
00:03:35: Brauna und auch ein bisschen intensiver im Rand.
00:03:40: Und bei jungen Rotweinen beispielsweise ist der Rand, das sehen wir dann später auch beim Bordeaux, den wir verkosten, einfach noch ein bisschen klarer.
00:03:48: Also man kann, also es ist noch nicht so wirklich eingefärbt der Rand.
00:03:51: Und das Gleiche haben wir auch beim Weißwein.
00:03:53: Gehen wir gleich vielleicht nochmal im Detail drauf ein, wenn wir den Rotwein auch haben.
00:03:57: Und dann starten wir mit der Nase.
00:03:59: Also wir nehmen einmal Wir riechen einfach mal rein.
00:04:04: Wichtig ist, wie anerkannte Berufskrankheit bei uns Weinmenschen ist, dass wir immer schwenken, schwenken, schwenken.
00:04:10: Wir riechen zuerst und dann schwenken wir.
00:04:13: Und wir schwenken ein Weinglas, damit sich einfach die Aromen öffnen.
00:04:16: Denn mit Sauerstoff, das kennen wir auch von anderen Lebensmitteln, verändert sich einfach die Aromatik.
00:04:22: schmeckt man quasi los.
00:04:23: Dann nimmt man den ersten Schluck und dann schiebt man den Wein einmal so quer durch den Mundraum und guckt, was da eigentlich so passiert.
00:04:29: Wie ist die Säure?
00:04:30: Ist der Wein süß?
00:04:31: Ist der Wein trocken?
00:04:32: Und bei Rotwein geben wir natürlich dann auch noch auf die Gerbststoffstruktur ein.
00:04:35: Also das war es so ein... Wenn wir einen schwarzen Tee zu lange ziehen lassen, das ist Tannin, also Gerbstoff.
00:04:46: Wir scheuen uns nicht danach, die Gläser zu avenieren.
00:04:49: Wir nehmen einen neuen Sib vom neuen Wein, avenieren sie.
00:04:56: Entweder bekommen wir noch Becher oder wir trinken den kleinen Mini-Schluck weg.
00:05:01: Dann bekommen wir die neue Füllmenge vom neuen Wein.
00:05:05: Es ist ja immer so, dass man sagt, ich benutze jetzt für jeden Wein neues Glas.
00:05:10: Das Problem ist aber immer, dass sich im Weinglas einfach Spülmittelreste befinden können, also Rückstände von Reinigungsmitteln, aber auch zum Beispiel Staubpartikel oder man kennt es vielleicht auch von zu Hause.
00:05:21: Ich habe auch so Ikea-Regale zu Hause und wenn man dann das Weinglas rausholt, dann hat man einfach Fremdgerüche.
00:05:26: Das passiert aber zum Beispiel auch, wenn man seine Weinglaser im gleichen Schrank lagert wie Gewürze oder Tee, dann riecht das Weinglas einfach nach genau dem Ort, wo das Weinglas.
00:05:38: Wir haben das mit dem Durchspülen einer kleinen Menge Wein aufbewahrt.
00:05:43: Was ich Ihnen in drei Jahren Cheers mit Lu gelernt habe, ist, dass du Bubbles liebst.
00:05:50: Ich
00:05:50: liebe Bubbles,
00:05:50: ja.
00:05:50: Genau, du liebst Champagner zum Beispiel.
00:05:54: Ja, aber
00:05:55: auch andere.
00:05:55: Sechs trink ich auch.
00:05:57: Deswegen liebe ich das jetzt auch, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:06:01: Wo warst du im Entstehen geblieben?
00:06:02: Du hast gesagt, alle Schaumweine, die außerhalb der Champagner entstehen, heißen in der Regel Cremant.
00:06:06: Richtig,
00:06:07: weil ... Die Champagne, das ist ja ein Herkunftsgebiet.
00:06:10: In Frankreich ist eine global geschützte Herkunftsbezeichnung.
00:06:14: Das heißt, wirklich nur Schaum, bei der aus der Champagne kommt, darf sich auch Champagner nennen.
00:06:19: Das ist ein ganz, ganz strenges Komitee, was da in der Champagne sitzt.
00:06:22: Und wenn die irgendwo auf der Welt sehen ... Moment mal, da hat jemand seinen Schaum bei Champagner gelandet, dann stehen die sofort auf der Mathe.
00:06:28: Also, die nehmen es sehr, sehr genau.
00:06:30: Und ich hatte ja gerade gesagt, so bekannte Herkunftsgebiete bei Cremont sind das Jura, Bordeaux, Loire und jedes Herkunftsgebiet.
00:06:38: steht natürlich für eine andere Rebsorte.
00:06:40: Das heißt auch, dass der Rebsorteneinsatz bei Cremon variiert.
00:06:44: Beispielsweise, wenn wir von der Loire sprechen, ist oft Chenin-Blanc mit dabei.
00:06:48: Chenin-Blanc ist eine weiße Rebsorte von der Loire oder beispielsweise auch Cabernet-Fran ist eine rote Rebsorte.
00:06:54: Und das zieht sich dann von Region zu Region.
00:06:57: Also Elsa beispielsweise ist bekannt für Riesling.
00:07:00: Das heißt, da kann man davon ausgehen, okay, vielleicht ist der Cremon aus Riesling gemacht, vielleicht ist aber auch noch ein bisschen Pinogri dabei, also Graube-Gunder oder eine andere.
00:07:09: Und ganz wichtig, Champagner wird ja immer mittels der traditionellen Flaschengährung hergestellt.
00:07:14: Das heißt, wir haben zwei Gährungen.
00:07:16: Wir haben einmal die Gährung vom Wein.
00:07:19: Also wir brauchen ja einen Wein, um einen Schaum Wein zu machen.
00:07:21: Und dann leiten wir eine zweite Gährung ein.
00:07:24: Und diese zweite Gährung muss bei Champagner, aber auch bei Cremon, immer in der Flasche stattfinden.
00:07:30: Und das Ganze heißt traditionelle Flaschengährung.
00:07:33: Also die Methode Champenoise.
00:07:34: Und das ist halt eben beim Cremon.
00:07:54: Das ist das, was man sich mal so merken kann.
00:07:57: zu Cremont.
00:08:00: Glaschâteau, Cremon de Loire, also wir sind jetzt hier an der Loire.
00:08:04: So, jetzt mal ganz offiziell die Nase zum ersten Mal hineinhalten.
00:08:06: Haben wir schon einige gemacht.
00:08:07: Ja, nochmal hier rein riechen.
00:08:09: Genau, ein Stück Wasser trinken.
00:08:11: Und typisch für Champagne oftmals.
00:08:16: Und auch für Cremon ist so dieser Brioche.
00:08:19: Genau,
00:08:20: also dieses gebackene Rotige.
00:08:21: Dieses Backstubencharakter.
00:08:23: Das kommt einfach daher.
00:08:25: Wir leiten ja die zweite Gehrung ein.
00:08:27: Das passiert mit Zucker und mit Hefe.
00:08:29: Und wenn die Hefe den kompletten Zucker aufgefressen hat, dann fällt sie im Grunde genommen tot zur Boden, weil sie ihre Lebensgrundlage weggefressen hat.
00:08:41: Und diese Hefe, die dann zur Boden fällt, gibt aber weiterhin geschmacksfördernde Stoffe an den Schaumwein ab.
00:08:47: Deswegen sprechen wir bei Schaumwein, die mittels der traditionellen Flaschengärung hergestellt werden, oft auch vom sogenannten Hefelager.
00:08:54: Und dieses Hefelager ist halt eben bei Cremon, aber beispielsweise auch bei Champagner gesetzlich vorgeschrieben.
00:09:00: Und das Hefelager sorgt dann für Aromen nach Brotkruste, nach Brioche, ich sage immer so Backstuben-Vibes.
00:09:07: Also so, wenn eine Bäckerei morgens aufmacht und die haben so frisches Brötchen, frische Brötchen gerade geschoben oder auch Brezeln, das findet man dann in der Nase.
00:09:15: Das Hefelager sorgt aber auch dafür, dass sich die Perlage so ein bisschen harmonisiert, dass sie nicht ganz so grob ist, also das Geblubere, sondern dass einfach ein bisschen weicher ist.
00:09:23: Dann gibt es Schaumweinhäuser, die sagen, wir machen Hefelager von sechszig Monaten, andere sagen hundertzwanzig Monate.
00:09:30: Und das spiegelt sich dann auch oft im Preis wieder, weil ich muss das ja irgendwo lagern.
00:09:35: Also sprechen wir da auch von einem großen Kostenfaktor, was einfach das Lager angeht.
00:09:42: Was nehmen wir mit?
00:09:43: Wir nehmen mit, dass Sprudel nicht immer nur ein Apparativ sein muss oder sein kann, sondern dass er auch ein idealer Essensbegleiter ist.
00:09:50: Ja, auf jeden Fall.
00:09:51: Definitiv.
00:09:52: Also unbedingt mal zu Hause ausprobieren.
00:09:54: Aber auch zum Käse.
00:09:55: Das passt oft besser so ein Creme-Möchchen oder auch so ein Champagner oder ein Franchacorda oder ein Sekt, als jetzt beispielsweise ein Rotwein.
00:10:02: Als ob Sie es
00:10:04: gehört hätten, dass Edeka
00:10:05: Number One Team jetzt mal ausprobieren.
00:10:07: Weil jetzt kommt nämlich der Käse.
00:10:11: Also auf jeden Fall ein Pairing.
00:10:13: Ja.
00:10:13: Ist ein Match.
00:10:14: Ist ein Match.
00:10:15: Also diese Salzige ist, glaube ich, auch wichtig.
00:10:17: Genau.
00:10:18: Salzige Snacks.
00:10:22: Ja, probiert's mal aus.
00:10:23: Ich trinke das.
00:10:24: Ich trinke Spudelzahlen.
00:10:26: Das ist wirklich gut einfach.
00:10:27: Du
00:10:28: bist sprudelsüchtig.
00:10:31: Wir kommen so langsam zum nächsten Wein.
00:10:34: Der klingt durch den Namen schon nach Urlaub, finde ich.
00:10:37: Lugana.
00:10:39: Wer hat schon mal von Lugana was gehört?
00:10:42: Mal einen Blick in die Richtung.
00:10:43: Dann
00:10:43: guck mal das Muriel dahinten auch.
00:10:44: Ein Sicherer hat ja ja.
00:10:50: Wie heißt du?
00:10:50: Alex.
00:10:51: Alex.
00:10:52: Ja, Alex.
00:10:53: Und du hast von Lugana schon mal was gehört?
00:10:55: Ich hab schon
00:10:55: mal was gehört, ja.
00:10:56: Auch
00:10:56: schon mal getrunken?
00:10:58: Ich denke, ja.
00:10:59: Warst du an diesem großen See in Italien?
00:11:01: Ja, genau.
00:11:01: Ja, da war ich.
00:11:03: Siehst du da, Herr Kennes?
00:11:04: Ja.
00:11:04: Es hat geklingelt, aber ich wusste nicht, woher.
00:11:07: Aber ist es so, dass du den nur im Urlaub trinkst?
00:11:09: Oder ist es auch so, dass du Lugana auch hier in Deutschland ...
00:11:11: Ich hab den im Urlaub getrunken, tatsächlich.
00:11:13: Nur deswegen hat es gerade geklingelt.
00:11:16: Wo war sie, Lu?
00:11:17: Wo war sie nun?
00:11:18: Am
00:11:18: wunderschönen Gada-Szenar,
00:11:19: natürlich.
00:11:20: Aha!
00:11:21: Und zwar ist Lugana keine Rebsorte.
00:11:25: Lugana ist ein Herkunftsgebiet.
00:11:27: Und dieses Herkunftsgebiet erstreckt sich über zwei Regionen am Gardasee.
00:11:31: Und zwar einmal verteilt auf die Lombardei und Venezien.
00:11:36: Und es ist so am Südufer des Gardasees.
00:11:39: Ja, und es ist eigentlich ein richtig beliebter Wein bei uns Deutschen.
00:11:44: Hat angefangen in München, weil von München hat man es ja nicht, war jetzt im Gardasee.
00:11:48: Und da hat so diese ganze Lugana-Era begonnen.
00:11:51: Jedes Restaurant hat es dann auf einmal Lugana auf der Karte, um auch so ein bisschen den Urlaub dann noch in München wieder zu feiern.
00:11:57: Und hat dann seinen Weg gemacht in alle Regionen Deutschlands.
00:12:00: Und ist, würde ich sagen, so einer der beliebtesten Sommerweine.
00:12:06: Und war auch bei uns in der Gastronomie.
00:12:07: Also ich komme ursprünglich aus der Gastronomie und es war eigentlich so der Wein, der rauf und runter getrunken wurde.
00:12:13: Und da gibt es natürlich ein ganz bekanntes Weingut, das ist Kadefratti.
00:12:16: Und die haben so mit diesem Lugana-Hype angefangen.
00:12:19: Diese unglaublich hässliche Flasche, bei der man sich dauernd in die Fingerscheide, wenn man es aufmacht.
00:12:25: Aber schmeckt auch in Deutschland, sagst du?
00:12:27: Schmeckt auch in Deutschland.
00:12:28: Haben alle Lugana im Glas?
00:12:34: Wir sind am Südufer des Wunderschönen Gardasees.
00:12:38: Eine der bekanntesten Weißweinregionen.
00:12:40: Und die Rebsorte, die ich dahinter verstecke.
00:12:42: Darüber haben wir noch gar nicht gesprochen.
00:12:44: Loganisch auf dem Etikett.
00:12:45: Wir wissen, es ist Weißwein.
00:12:46: Aber was ist das für eine Rebsorte?
00:12:48: Das ist die Weiße Rebsorte Turbiana.
00:12:52: Ist eng verwandt mit Verdicchio.
00:12:54: Ganz typisch für Verdicchio ist der Duft nach Zitrusfrüchten, Äpfeln.
00:12:59: Manchmal auch so Floralnoten, weißen Blüten, manchmal auch so was gewachsenes ist noch dabei.
00:13:06: Und Lugana meint man gar nicht, hat eine unglaublich, also von Natur aus eigentlich eine sehr ausgeprägte Säurestruktur, also das eine weiße Rebsorte mit viel Säure.
00:13:19: Aber merkt man oft nicht, weil die Logader, die so für den Markt produziert werden, muss man ganz klar sagen, die haben oft einfach noch ein bisschen restsüß.
00:13:27: Und was passiert dann, wenn wir zu Hause einen Zuckerguss uns anrühren?
00:13:30: Je mehr Zucker wieder reingeben, desto eher flacht die Säure ab.
00:13:34: Und je mehr Zitronensäure wieder zugeben und weniger Zucker, desto prägnanter ist halt die Säurestruktur.
00:13:39: Und das Gleiche haben wir halt eben auch beim Wein, weil einfach Restzucker im Wein die Säure harmonisieren kann.
00:13:45: Aber ganz grundsätzlich ist Logader ... Ein weißer Beziehungsweise.
00:13:49: Tobiana, die weiße Rebsorte, eine Rebsorte, die viel Säure hat.
00:13:53: Und es gibt auch ganz, ganz interessante Langzeitversuche, wo man Lugana auch mal reifen lassen hat.
00:14:00: Und da hat man gemerkt, wow, also wir reden dann so von acht bis zehn Gramm Säure.
00:14:05: Das ist schon extrem viel, das kennen wir eigentlich nur von Riesling, wie gut er sich im Alter entwickelt hat.
00:14:10: Weil für ein gutes Lagerungspotenzial von Weinen brauchen wir immer drei Sachen.
00:14:16: Säure bei Rotwein, Gerbstoff und manchmal auch Süße.
00:14:19: Also das sind so diese drei Komponenten, die Weine gut reifen lässt.
00:14:23: Deswegen sind ja auch so Trockenbären auslesen aus der Rebsorte.
00:14:27: Riesling so extrem lagerfähig, weil wir Zucker haben und Säure.
00:14:30: Nehmen wir mal eine Nase.
00:14:31: Nehmen wir mal eine Nase.
00:14:33: Ich finde, man hat auch hier schon so in der Nase so eine gewisse Cremigkeit.
00:14:37: Also es ist so sehr, es riecht sehr ausgewogen, finde ich.
00:14:40: So ein bisschen salzig, ne?
00:14:44: Quitte finde ich auch gut.
00:14:45: Quitte ist sehr gut.
00:14:47: Und auch so was.
00:14:50: Wachsiges leicht.
00:14:51: Ich finde es besser, so dieses klassischen Kärtchenwachs, finde ich, hat man manchmal auch.
00:14:58: Und man hat diese frische Säure.
00:14:59: Und trotzdem ist es so ein bisschen saftig.
00:15:02: So leicht cremig auch.
00:15:03: Ja,
00:15:03: genau.
00:15:10: Ist das so ein klassischer, den wir jetzt gerade...
00:15:13: Also ich würde sagen, das ist jetzt hier so ein klassischer Vertreter.
00:15:15: Trocken im Charakter, elegant, frische Säure, hat dieses Frucht, dicksaftige.
00:15:21: Aber man merkt trotzdem hinten raus die Säure.
00:15:23: Also du merkst halt schon, okay, das ist jetzt wieder eine andere Nummer als eben beim Grauburgotner.
00:15:27: Jetzt sind wir in ... Das ist
00:15:28: aber auch sehr gut integriert.
00:15:29: Jetzt sind wir in Bella Italia.
00:15:32: Das heißt, den trinkt man natürlich auch nicht nur am Gardasee in der Sonne, sondern auch zum Essen.
00:15:38: Richtig, passt natürlich hervorragend auch.
00:15:41: zu der Küche am Gardasee.
00:15:43: Ich bin immer so ein großer Fan von dem Satz What Grows Together Goes Together.
00:15:47: Das heißt einfach, dass die Speisen, die aus einer Region kommen, auch immer sehr, sehr gut mit den Weinen der Region harmonieren, weil das einfach über Jahrzehnte so gewachsen ist.
00:15:56: Und das ist immer eine richtig sichere Bank.
00:15:58: Also wenn man unterwegs ist und keine Ahnung, was man bestellen soll, dann wählt man einfach einen lokalen Wein und halt eben ein lokales... Und hier würde natürlich einfach klassisch die Antipasti passen, aber der Gardner ist ja natürlich weitaus mehr.
00:16:13: Risotto, Niochi, Meeresfrüchte, Fisch, das ist natürlich, all das ist ein hervorragender, also hervorragende Speisen zu einem klassischen Lugana.
00:16:22: Das funktioniert einfach, da kann man blind drauf vertrauen.
00:16:25: Das ist genauso, wie wenn ich auch sagen würde, ja okay, das ist auch mal so ein sehr plakatives Beispiel, aber dann versteht man das nochmal auf einer anderen Ebene.
00:16:32: Wenn man jetzt in der Schweiz ist und sagt, man hat Bock auf ein Raklett oder ein Käsefondue, was trinkt man dazu?
00:16:37: oder was trinkt ein Schweizer und Schweizerin dazu?
00:16:39: Natürlich gut edel heißt vor Ort Schassler, weil es einfach über Jahrzehnte so gewachsen ist, weil es einfach die lokale weiße Rebsorte ist und seit Jahrzehnten genauso gemetscht wird.
00:16:49: Und es funktioniert einfach blind.
00:16:51: Also ich habe es vor Ort mal gehabt.
00:16:52: Das ist schon echt cool.
00:16:53: Ja.
00:16:54: So, aus Deutschland geht es nach Frankreich jetzt mit dem nächsten.
00:16:57: Yes.
00:16:58: Der Zuchtgirt.
00:16:58: Der Zuchtgirt.
00:16:59: Ab geht es nach Frankreich.
00:17:01: Zu einem der Klassiker.
00:17:03: Bordeaux wird ausgeschenkt.
00:17:10: Ja, wir sind in Frankreich, genauer gesagt an der wunderschönen Atlantik-Küste.
00:17:14: Ich weiß nicht, ob ihr schon mal in Bordeaux wart.
00:17:17: Macht es unbedingt, das ist der Hammer.
00:17:19: Ich liebe es.
00:17:20: Ich war letztes Jahr zum ersten Mal da im Oktober, die haben übrigens auch ganz, ganz tolle Markthallen, wo du so schlendern kannst.
00:17:27: Ich bin jetzt also der Austern-Fan, aber dann kannst du halt Austern essen, kannst aber auch ganz, ganz viele andere Küchenrichtungen ausprobieren, ist besondere natürlich Klassik der französischen Küche.
00:17:36: Es ist eines der bekanntesten Rotweingebiete der Welt, definitiv, kann man so
00:17:39: sagen.
00:17:39: Es ist definitiv eines der bekanntesten Rotweingebiete der Welt.
00:17:42: Warum hat der Bordeaux denn den Ruf so ein bisschen zu kompliziert, also ein bisschen kompliziert zu sein?
00:17:47: Ich habe so das Gefühl,
00:17:48: oder?
00:17:48: Ja, weil Bordeaux ja eigentlich immer nur mit diesen shiny Shadows irgendwie, man verbindet das halt nur mit so pompösen Gebäuden.
00:17:57: Dabei stimmt das gar nicht, denn in Bordeaux entstehen halt eben nicht nur so richtig hochpreisige Dinge, sondern halt eben insbesondere auch Weine für jeden Tag.
00:18:06: Und zwar nicht nur Rotwein, sondern auch Weißwein und Roseweine, aber natürlich auch Schaumweine, haben wir eben kurz drüber gesprochen, Cremorte Bordeaux.
00:18:16: Und das, was man sich so merken muss bei Bordeaux.
00:18:20: Bordeaux teilt sich in zwei Ufer, nämlich einmal in das linke Ufer.
00:18:26: Nein, fangen wir anders an.
00:18:27: Das, was man sich bei Rot und Bordeaux merken muss, ist, wir haben drei Leitrebsorten.
00:18:33: Das ist einmal Mello, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.
00:18:36: Wenn ihr bei Werbett Millionär sitzt und sagt, was sind die drei Rebsorten, dann sagt ihr genau die drei Rebsorten Mello, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon.
00:18:42: Welche Stufe ist ungefähr die Frage bei Günther Jauchmeister?
00:18:44: Wir sind über tausend Euro schon drüber.
00:18:49: Das könnte schon so eine zwanzigtausend Euro Frage sein.
00:18:53: Wenn man nicht im Thema drin ist, ist das schon tricky.
00:18:55: Ich würde dich anrufen mit meinen Telefonjokern.
00:19:00: Das, was man sich bei Weißwein merken muss, sind es immer drei Rebsorten.
00:19:07: Das heißt drei weiße Rebsorten, drei rote Rebsorten.
00:19:12: dann irgendwie ein Verschnitt von den roten Rebsorten und dann gibt es aber auch Süßweine.
00:19:17: Und dann, was ihr euch merken müsst, ist, dass sich Bordeaux in zwei Ufer unterteilt, nämlich einmal in das linke Ufer und einmal in das rechte Ufer.
00:19:26: Bordeaux ist immer eine Q-Wee.
00:19:28: Egal, ob wir von Weißhands sprechen oder von Rotwein.
00:19:31: Und sind wir beim linken Ufer, wird diese Q-Wee, also dieser Verschnitt dieser drei Rebsorten, immer durch Cabernet Sauvier dominiert.
00:19:37: Und wenn wir am rechten Ufer sind, wird die Q-Wee immer durch Merlot dominiert.
00:19:41: Das ist so das, was wir von sich merken.
00:19:42: Wo
00:19:43: verbringst du mehr Zeit?
00:19:44: Linkes Ufer, definitiv.
00:19:45: Weil ich nicht so der größte Fan von Merlot bin.
00:19:49: Gilti.
00:19:51: Und ich liebe einfach linkes Ufer.
00:19:52: Bordeaux, gereift mit Cabernet Sauvier.
00:19:56: In der Dominanz, weil es eine andere Struktur reinbringt.
00:20:00: Sowohl vom Gerbstoff als auch von der Säure.
00:20:02: Das hat für mich oft ein schöneres Lagerungspotenzial.
00:20:07: Es macht mir besonders viel Spaß im Glas, gerade zu kurz gebraten, vom Grill.
00:20:12: Das ist schon sehr cool.
00:20:14: Das mag ich sehr gerne.
00:20:15: Das ist ein Vordur, den wir trinken mit Chateau-Bezeichnung.
00:20:19: Was bedeutet das?
00:20:20: Ja, das ist kein Fantasiename, sondern das ist einfach das Chateau.
00:20:25: Also Chateau ist einfach zu übersetzen mit Weingut, könnte man sagen.
00:20:28: Also das Weingut XY.
00:20:31: Also es ist dann einfach viel näher wahrscheinlich, als wenn man sich irgendein Fantasienamen ausdenkt.
00:20:37: Wie sagen, danke schön.
00:20:38: Ja, vielen, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
00:20:40: Schön, dass ihr da wart.
00:20:44: Danke schön an euch in Berlin.
00:20:46: Danke an das Edeka-Center.
00:20:48: Vielen, vielen Dank.
00:20:49: In der Schlossstraße
00:20:50: in Steglitz.
00:20:53: Danke an alle, die uns hören.
00:20:59: Wenn ihr Ideen oder Wünsche habt für zukünftige Cheers-Folgen, dann schreibt uns.
00:21:04: Cheers.edeka.de.
00:21:06: Das ist die E-Mail-Adresse, auf die wir hören.
00:21:10: Und folgt ihr auch uns gerne bei Instagram.
00:21:13: Gibt's Behind the Scenes?
00:21:14: Gibt's Weintipps?
00:21:15: Immer wieder neue Empfehlung?
00:21:16: Ja.
00:21:17: Wenn ihr Fragen habt, leidet gerne unsere DMs oder schickt uns eine Mail.
00:21:20: Wir müssen keine Podcast-Vorschläge sein.
00:21:22: Wenn ihr eine Frage habt, bauen wir super gerne in unseren Folgen ein.
00:21:25: Bis zum nächsten Mal.
00:21:26: In der Cheers-Sprache heißt das immer wieder Montags.
00:21:29: An dieser Stelle.
00:21:29: Du, Alphos Podcast gibt's.
00:21:31: Richtig, cheers.
00:21:35: Danke euch.
00:21:37: Bis nächste Woche.
00:21:38: Bis nächste Woche.
00:21:42: Dieser Podcast wird euch präsentiert von EDK.
00:21:46: Wir
00:21:47: lieben Lebensmittel.
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