Cuveé - Die Kunst der Weinmischung CHEERS CLASSICS
Shownotes
Lou und Jonas nehmen sich gerade eine weihnachtliche Auszeit. Deswegen präsentieren wir Dir einen echten Cheers!-Klassiker – passend zu den Feiertagen.
Bordeaux, Champagner, Châteauneuf-du-Pape – einige der berühmtesten Weine der Welt sind Cuvées! Doch wie entsteht diese besondere Mischung, und warum macht es Sinn, bestimmte Rebsorten zu vereinen – oder wie man auch sagt: zu verschneiden? In dieser Folge widmen sich Lou und Jonas den spannendsten Wein-Kombinationen und erklären Dir, worauf es beim Blending wirklich ankommt.
Wein der Woche: Bordeaux Chateau Les Rossignols
Eine klassische Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot. In der Nase verführt er mit Aromen von schwarzer Kirsche, Johannisbeere und saftigen Pflaumen. Die markante Tannin- und Säurestruktur macht ihn für Lou zum perfekten Begleiter für ein Entrecôte mit Bohnen im Speckmantel!
Die Frage der Woche: Wo leere ich auf einer Weinmesse meinen Spucker?
„Auf professionellen Weinmessen gibt es immer spezielle Gefäße zum Leeren, wie Spuckgefäße am Weingutstand oder Eimer in den Gängen. Ansonsten immer in die Toilette und nicht ins Waschbecken. Tipp, wenn's voll wird: Nimm Dir einfach deinen eigenen Spucker mit – so bist Du immer auf der sicheren Seite!” – Lou
Genau das Richtige für Deine Weinprobe und zum Üben von Verkostungen: Das Cheers! Aromarad.
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Möchtest Du uns eine Frage stellen, etwas loswerden oder ein Thema vorschlagen? Dann schreib uns gerne an cheers@edeka.de. Wir freuen uns, von Dir zu hören – Cheers!
Weitere Infos zu unserem Podcast findest Du unter edeka.de/cheers. Besuche uns auch gerne auf Instagram.
Altershinweis: Dieser Podcast beschäftigt sich mit Wein und hat einen Bezug zu Alkohol. Der Inhalt ist ausschließlich an Personen ab 16 Jahren gerichtet.
Transkript anzeigen
00:00:00: Jetzt kann man doch schon frohe Weihnachten wünschen, oder?
00:00:02: Auf jeden Fall frohe Weihnachten, lieber Jonas.
00:00:04: Ja,
00:00:05: schon alles im Sack, also ich meine, alle Geschenke
00:00:07: sind sorgt.
00:00:08: Ja, also ich habe schon alle Geschenke im Sack.
00:00:10: Es ist schon alles besorgt.
00:00:11: Der Sprudel steht kalt.
00:00:12: Ich hau jetzt die Füße auf den Tisch und mache ein paar schöne freie Tage.
00:00:15: Und
00:00:15: das ist das Schönste.
00:00:16: Das Schönste ist in den letzten Tagen, wo einige noch unter Hochdruck Geschenke kaufen, Einkäufe machen und schon diesen Weihnachtsstress spüren, sich den Weihnachtsstress nur anzugucken, ein Glas Sprudel einzuschenken und dann den bunten Breiben zuzuschauen.
00:00:31: So
00:00:31: sieht es aus.
00:00:32: Und für alle, die genau das vorhaben, wir sehen euch heute eine unserer beliebsten Folgen.
00:00:37: aus diesem Jahr, also stellt den Sprudel kalt und schenkt euch ein Gläschen ein.
00:00:41: Yes,
00:00:41: wir springen noch mal rein ins QW-Thema.
00:00:44: Ganz ausführlich, das hat bei euch damals richtig gezündet, völlig zu Recht, finde ich, denn eine QW zeigt eigentlich ganz gut, wie man aus ein paar Einzelteilen eine runde Nummer bauen kann.
00:00:55: Richtig, in dieser Episode verrate ich euch, warum Weingüter überhaupt QW-Tieren und welche legendären QWs ihr vielleicht schon kennt und welche ihr noch nicht kennt.
00:01:05: Also entweder jetzt vor dem Fest oder mit vollem Bauch, also zwischen Bratenresten, Spaziergängen und den ganzen Familienkaustionen, genießt die Feiertage, ihr Lieben.
00:01:14: Wir hören uns ganz regulär dann wieder am fünften Januar.
00:01:17: Bis zum fünften Januar, wir freuen uns auf euch.
00:01:20: Hoffentlich
00:01:20: nicht mit zu vielen Vorsätzen.
00:01:22: Vergesst uns nicht.
00:01:23: Dann gibt's wieder zu viel Stress.
00:01:26: Erinnerst du dich noch an unsere Folge zu Weinfehlern?
00:01:31: Da haben wir die Frage danach an unsere Cheers-Community gestellt, welcher Weinfehler Ihnen denn schon mal im Glas begegnet ist.
00:01:38: Und achtundfünfzig Prozent von euch haben gesagt, wir hatten schon mal Kork.
00:01:42: Dreiunddreißig Prozent haben gesagt, wir hatten noch nie ein Weinfehler.
00:01:46: Acht Prozent ein Böchser.
00:01:48: Ja, das war's.
00:01:49: Ja, interessant.
00:01:50: Und null
00:01:51: Prozent, also einfach
00:01:52: Kork und Böchser.
00:01:53: Ja, würde ich auch sagen, sind so mit die häufigsten.
00:01:56: Bei Brett ist es ja auch immer so eine Frage, ne?
00:01:58: Also jeder Mensch hat ja eine andere Toleranzschwelle gegenüber so
00:02:02: Stinkies.
00:02:03: Kann man sich auch so mal streiten, ne?
00:02:05: Ja,
00:02:05: und Brett ist natürlich auch immer so, wie sie.
00:02:07: Brett ist nett von der Ahnung.
00:02:09: Aber spannend.
00:02:22: Heute, in der zweiten Folge des neuen Jahres, sprechen wir über QW.
00:02:27: Ja.
00:02:28: Über Verschnitt.
00:02:29: Ja.
00:02:30: Und jetzt wollen wir erst mal gucken, was du als Wein der Woche hast.
00:02:37: Wir haben ein Bordüchen aus dem Jahr zwanzig, zwanzig.
00:02:42: Und es ist eine klassische Küwe aus Cabernet-Sovio, Cabernet-Frau und Mello.
00:02:49: Ich schenke dir mal an Schluckschlein.
00:02:55: Aus Bordeaux kommen ja aber nicht nur Rotweine, also das jetzt hier ist ein Rotwein.
00:03:00: Sondern auch viele Weißweine, Roseweine und auch Schaumweine.
00:03:08: Was sagt das Näschen?
00:03:10: Ja, das ist begeistert.
00:03:17: Mhm.
00:03:18: Hat der Nase viel eigentlich klassisch, so schwarze Kirsche.
00:03:23: Ein bisschen Johannesbeere, vielleicht auch so was zwetschiges, flaumiges, was eigentlich sehr typisch ist für eine klassische Bordeaux-Qui.
00:03:28: Vielleicht so ein bisschen getrocknete Kräuter.
00:03:31: Trinkt man gut zu was?
00:03:32: Gute Tannin und auch Säurestruktur, auch sehr typisch.
00:03:36: Bordeauxchen, schönes Antrikot.
00:03:39: Ja.
00:03:40: Ja, ich find, das ist für mich... Also, das klingt total, weiß ich nicht, so plakativ.
00:03:45: Aber ich find Bordeaux passt einfach hervorragend zum Stück Antrikot.
00:03:50: Vor allen Dingen so, weil's halt eben die Säure in Italienstruktur hat oder auch zu einem Rap-Eye würde auch sehr gut passen, da hat natürlich noch ein bisschen mehr Fett.
00:03:56: Aber Antrikot find ich immer perfekt dazu.
00:03:59: Gleich so ein bisschen Böhnchen im Speckmantel, bisschen Resolierte.
00:04:02: Herrlich, kann ich nur... Also, ist für mich eine meiner Olf Time-Favorite-Combos geht immer.
00:04:08: Und ist natürlich eine QW.
00:04:09: Ha ha!
00:04:11: Brücke, da ist sie.
00:04:14: Wir fangen mal unten an.
00:04:15: Was ist das eigentlich, QW?
00:04:17: Also was bedeutet der Begriff?
00:04:19: Ursprünglich stammt der Begriff, kannst du dir vielleicht vorstellen, aus dem Französischen vom Wort küv.
00:04:24: Also was so viel wie bottig oder auch Weinbehälter bedeutet.
00:04:28: Und heutzutage versteht man darunter meistens ein Wein.
00:04:32: der aus verschiedenen Rebsorten oder auch aus verschiedenen Jahrgängen oder sogar aus verschiedenen Weinbergslagen gemischt wird um den Geschmack.
00:04:44: und auch die Qualität im besten Fall zu optimieren.
00:04:47: Wenn wir von Kywie sprechen, meinen wir natürlich eigentlich immer okay, das ist jetzt ein Wein aus verschiedenen Rebsorten.
00:04:52: Aber wenn wir zum Beispiel im Bereich der Champagne unterwegs sind, dann muss das nicht immer verschiedene Rebsorten betreffen.
00:05:00: Das kann auch sein, dass es dreimal die gleiche Rebsorte ist, also beispielsweise.
00:05:05: oder zwei Rebsorten, es hat doch nichts mit dieser Drei zu tun.
00:05:07: Es kann auch sein, dass das Chardonnay ist, Chardonnay ist, Chardonnay ist.
00:05:10: Aber der eine Chardonnay kommt aus zwei Zwölf, der andere Chardonnay kommt von Weinbeckslage, schießt mich tot.
00:05:15: Und der dritte Chardonnay kommt von, weiß ich, etwas.
00:05:18: Das ist dann auch schon eine QV, weil wir eben verschiedene Jahrgänge und verschiedene Weinbeckslagen haben.
00:05:23: Das war mir noch mal wichtig zu betonen.
00:05:25: Es geht bei QV nicht immer nur um verschiedene Rebsorten.
00:05:30: Wo nutzt man eigentlich den Begriff QV?
00:05:31: Weil in Deutschland sagt man ja auch Verschnitt.
00:05:33: Wobei ich immer finde, dass Verschnitt irgendwie negativ klingt.
00:05:37: Ja,
00:05:38: die zwei klassischsten Synonyme für Kywe sind Blend und Verschnitt bei uns in Deutschland.
00:05:42: Genau, Blend.
00:05:43: Also zum Beispiel der Bordeaux Blend oder der Cape Blend.
00:05:47: Und der Begriff wird im Grunde genommen weltweit genutzt.
00:05:49: Aber wie gesagt, je nach Region unterschiedlich verstanden, Verschnitt klingt immer so negativ.
00:05:53: Aber Ziel ist es im Grunde genommen immer, die besten Eigenschaften mehr Rebsorten einem Wein zu vereinen.
00:05:58: Kannst du uns als einmal eins eigentlich an die Hand geben, zum Beispiel bekannte Weine, die immer eine Kywese?
00:06:04: Ja,
00:06:05: einige der bekanntesten Kywes der Welt sind die Bordeaux-Weine, wie wir jetzt auch hier im Glas haben.
00:06:09: Deswegen hast du vorhin gesagt, klassisch, ne?
00:06:10: Richtig
00:06:11: besteht typischerweise immer aus einer Mischung von Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Melo, Cabernet Fraud.
00:06:19: Manchmal ist aber auch noch ein bisschen Petit Verdeaux dabei oder auch mal Back mal Back auch sehr klassische Rebsorte für das Bordeaux.
00:06:25: Und auch Champagner ist eigentlich fast immer eine QW, bei der verschiedene Weine zusammengestellt werden, aus wie eben angesprochenen verschiedenen Jahrgängen aus verschiedenen Rebsorten oder zum Beispiel auch verschiedenen Weinbergslagen, ganz einfach um eine gleichbleibende Qualität zu sichern.
00:06:40: Das ist natürlich besonders wichtig, wenn ich zum Beispiel einen Champagner auf die Flasche ziehen möchte, der möglichst jedes Jahr gleich schmeckt.
00:06:48: Das kriege ich nur hin mit der QW-Tierung.
00:06:51: Weil, sonst hab ich ja die Jahrgangstypikität drin, ich möchte aber die Markentypikität beibehalten.
00:06:56: Also, das kriege ich halt eben nur hin, indem ich halt eben schneide und gucke und mache, dass ich immer wieder an diesen, an diesen Markengeschmack, an diesen Geschmack des Markenschampagnes herankomme.
00:07:09: Das ist eigentlich so der Hintergrund.
00:07:11: Und da sind wir genau beim Thema.
00:07:12: Weil viele, die neu sind in der Weinwelt oder in der Cheers-Welt, denken vielleicht erst mal an, was negativ ist bei der Köwe.
00:07:19: Aber es ist genau, wie du sagst, das Gegenteil.
00:07:21: Die Frage ist, es ist ja eine Kunst.
00:07:23: Und deshalb die Frage, warum követiert man überhaupt Weine?
00:07:25: Der Hauptgrund ist im Grunde genommen die besten Eigenschaften jeder Rebsorte zu vereinen.
00:07:32: Also, das heißt, eine Sorte hat zum Beispiel eine Rebsorte, steht eher für die Fruchtaromen, die andere steht eher für den kräftigen Gapstoffgehalt, also die Tannine.
00:07:41: Und wiederum die andere Rebsorte, die ist eben besonders bekannt dafür, Säure reinzubringen.
00:07:48: Das ist auch super wichtig zu erwähnen.
00:07:49: Das ist nicht nur in der Champagne der Fall mit diesem wiederkehrenden Charakter der Markenschampagne, sondern ja auch in Bordeaux, weil Bordeaux weitaus weniger gekoppelt ist an die Herkunft.
00:08:02: als jetzt beispielsweise Wein aus Burgund.
00:08:04: Natürlich geht es und Bordeaux auch um das Terroir, um die Herkunft.
00:08:07: Aber es geht vor allen Dingen darum, dass wenn ich Chateau Petrus kaufe, jetzt mal angenommen, um richtig hochzugreifen, dann ist das Chateau Petrus und dieser Petrus, der steht für eine ganz bestimmte Stilistik.
00:08:18: Und diese Stilistik, die bekomme ich halt eben nur hin, wenn ich spiele mit Rebsorten, mit Herkünften, also mit Weinwerkslagen.
00:08:25: Und das ist ganz, ganz wichtig zu verstehen.
00:08:27: Also da geht es um einen wiederkehrenden Geschmack im Grunde.
00:08:31: eigentlich keine wirklichen Jahrgangsunterschiede haben, jetzt im extrem krassen Fall.
00:08:36: Ja.
00:08:37: Und beim Kivitieren sucht man sich dann auch verschiedene Sorten, weil die haben dann verschiedene Skills.
00:08:44: Richtig, also der Hauptgrund eigentlich der Kivitierung ist es, die Eigenschaften.
00:08:49: die besten Eigenschaften der jeweiligen Rebsorten miteinander zu koppeln.
00:08:53: So, beispielsweise eine Rebsorte steht eher für die Frucht, die andere Rebsorte bringt Gerbststoff ins Spiel.
00:09:01: Und wiederum, weiß ich nicht, Karoline Sauvignon steht halt eben nicht nur für Gerbststoff, sondern bringt auch noch die Säure rein.
00:09:07: Und darum geht es eigentlich so im Grunde genommen.
00:09:10: Das heißt, dass die Rebsorten vermehlt, also zusammen im Spiel ... besser drauf sind, als wenn ich sie einzelt ausbauen würde.
00:09:21: Also sie sollen in der Summe im Grunde genommen besser sein als jeder, als jede Rebsorte für sich einzelt ausgebaut.
00:09:29: Fällt dir eine QW ein, die mehr als zehn verschiedene Rebsorten vereint?
00:09:34: die mehr als zehn Reb-Sorten, die betonen und liegt auf die mehr als Reb-Sorten vereinen kann.
00:09:41: Oder so, ja oder so.
00:09:41: Ja, zum Beispiel Schatten of the Pub von der Rohn.
00:09:45: Wie viel?
00:09:46: Ja, die können bis zu dreizehn Reb-Sorten enthalten, machen die wenigsten, aber es geht.
00:09:51: Abgefahren.
00:09:52: Also da liegt es über die Betonung auf Kann.
00:09:54: Das ist kein geschriebenes Gesetz.
00:09:56: Das ist genau so wie wir sagen, bei Bordeaux eine rote Bordeaux-Küwe besteht normalerweise, wenn wir jetzt in der Prüfung sitzen, immer aus den Rebsorten Mello, Cabernet-Soviet und Cabernet-Fran.
00:10:06: Das sind die drei Rebsorten, die du nennen musst, wenn danach gefragt wird.
00:10:10: Aber natürlich kann auch noch Petit Berdot Udama Beck mit von der Partie sein.
00:10:15: Das ist spannend.
00:10:15: Gib mir mal den Wein der Woche rüber, die Flasche.
00:10:18: Genau, den Bordeaux.
00:10:21: Weil ich frag mich immer, hinten drauf, um mal so nach Vorgaben oder gesetzlichen Vorgaben zu gehen.
00:10:28: Ist es dann Gesetz?
00:10:31: Welches ist die erste Rebsorte, ist die draufsteht bei einem Verschnitt, bei einer QV oder einem Blend sozusagen, dass man weiß, automatisch davon ist am meisten Traube drin?
00:10:40: Also normalerweise, das ist wie bei der Zutatenliste, wenn Zucker an erster Stelle steht, weiß ich im Normalfall, okay, dann ist Zucker auch am meisten enthalten.
00:10:49: Gesetzlich geregelt?
00:10:50: Nein, aber man kann davon ausgeben, wenn jetzt Kerber in die Sowas erstes aufgezählt wird, dann... wird der Blend dominiert durch Cabernet Sauvier, ja, in jedem Fall.
00:10:58: Und das ist ja auch immer, oft hast du ja Rückenetiketten, wo dann genau der prozentuale Anteil steht, also beispielsweise von achtzig Prozent Cabernet Sauvier und fünfzehn Prozent mehr Loh.
00:11:07: Aber das, was an erster Stelle steht, ist eigentlich so Common Sense, okay, von dem ist auch am meisten enthalten.
00:11:13: Gibt es ansonsten noch gesetzliche Vorgaben für QW?
00:11:16: Also in vielen Ländern gibt es Vorschriften, welche Rebsorten in einer Kywie verwendet werden dürfen.
00:11:22: In Frankreich und Italien gibt es Weine, bei denen bis zu fünf oder mehr Rebsorten verschnitten werden dürfen.
00:11:26: Während in der EU zum Beispiel das mischen, also das ist ja eh, das sollte man auf jeden Fall wissen, von Rot und Weißwein.
00:11:33: Für Qualitätsweine untersagt es mit wenigen Ausnahmen, wie zum Beispiel Chianti oder Chattin of the Pub.
00:11:39: Das sind so die einzigen Regeln, die mir einfallen.
00:11:42: Aber du hast vorher gesagt, welche Rebsorten in einer QW verwendet werden dürfen.
00:11:48: Warum ist das geregelt?
00:11:49: Also jetzt weiß und rot?
00:11:50: Genau geht nicht.
00:11:51: Verstehe
00:11:51: ich.
00:11:52: Aber ist gesetzlich auch verboten, dass verschiedene rote Rebsorten möglicherweise verschneiden werden?
00:11:57: Im
00:11:57: Grunde genommen gibt es da keine landesweite... oder eine allgemeingültige Regelung, sondern das klären ja die geschützten Herkunftsgebiete.
00:12:06: Also beispielsweise, wenn wir in Spanien sind, dann regelt das die DO Rioja, weil die DO Rioja eine Organisation ist, die nicht nur den Anbau kontrolliert, sondern auch den Ausbau.
00:12:17: Und wenn die für sich definiert haben, ja, Rioja muss aber die und die Qualitätskriterien erfüllen, dann können die halt im Zuge dessen auch festlegen, ja, wir möchten aber nicht, dass der Tempranio mit, keine Ahnung, blöd gesprochen ... Versicherheit mit, mit, mit, mit, mit Boball verschnitten wird oder so.
00:12:33: Das, das, das legen die fest im Grunde.
00:12:36: Bevor ich jetzt noch mal alles zusammenfasse, Frau Schmäh, noch mal, könnt ihr noch mal was visualisieren für uns?
00:12:41: Wie, wie läuft das denn ab, so einen Verschnitt?
00:12:44: Wie macht der Winzer das?
00:12:45: Hat er dann die verschiedenen Weine in Tanks und dann geht er rum und dann wird er es hier mischt?
00:12:50: Ja.
00:12:50: Niedergesagt.
00:12:51: Ja,
00:12:51: das ist glaube ich auch, das ist glaube ich auch so.
00:12:53: der, der Grund, warum das vielleicht, weil ... Wir müssen natürlich diesen Begriff Mischen nutzen, weil anders kannst du es ja nicht visualisieren.
00:13:00: Und ich denke, dass halt bedingt durch dieses Wörtchen Mischen immer so dieses Vorurteil aufkommt.
00:13:06: Ja, das ist ja irgendwie Panscherei.
00:13:08: Aber im Grunde genommen ist es genau so.
00:13:10: Also ich habe selber mal einen Wein kivitiert.
00:13:13: Und ich
00:13:13: selbst?
00:13:14: Ich selbst, ja.
00:13:15: Und dann werden die einzelnen Grundweine halt eben ausgebaut und... Dann geht es halt los.
00:13:21: Da musst du halt gucken.
00:13:22: Könnte jetzt der Grundwein funktionieren mit dem Grundwein.
00:13:26: Aber stopp mal.
00:13:26: Würde die Rebsorte mit der Rebsorte funktionieren.
00:13:29: Was ist eigentlich mein Ziel?
00:13:30: Weil die Idee des Weins, die steht ja schon vorher fest.
00:13:33: Und dann versuche ich diese Puzzleteile zusammenzusetzen.
00:13:35: Das ist
00:13:35: ja alles noch Theorie.
00:13:36: Das
00:13:36: ist Theorie.
00:13:37: Lass mich doch mal austregen.
00:13:38: Das ist halt eben einfach eine krasse Kunst.
00:13:40: Deswegen sprechen wir auch im Französischen von einer Vermählung.
00:13:43: Also man muss da wirklich richtig krasses Know-how haben.
00:13:46: Man muss die Grundweine kennen.
00:13:49: vor allen Dingen auch Erfahrung haben, weil, das ist nämlich richtig, Entschuldigung, arschig, der Wein entwickelt sich weiter.
00:13:57: Selbst wenn ich jetzt ein Probeküwe habe sozusagen, also ich ziehe mir da eine Fastprobe, da eine Fastprobe, da eine Fastprobe und ich sage jetzt mal richtig blöd und mix den Bums, so, der Wein, der bleibt ja nicht so konstant, sondern der entwickelt sich ja und diese Entwicklung einschätzen zu können.
00:14:12: Das benötigt halt ein hohes Maß an Erfahrung.
00:14:15: Also es ist sehr, sehr spannend, macht sehr viel Spaß.
00:14:17: Ich hab
00:14:18: damals tausend Liter kivitiert und mich dann am Ende geärgert, weil ich einen Riesling gewählt hab, der Ziviratszucker gehabt hat.
00:14:23: Und das
00:14:23: ist immer eine Frage.
00:14:24: Dann war
00:14:24: die Säure
00:14:25: irgendwann weg und ich war so, Alter, das Ding geht zur Zeit
00:14:27: trocken.
00:14:27: Und jetzt bin ich wieder da und frag dich noch mal, wie es funktioniert.
00:14:31: Macht man das damit kleinen Mengen und muss man das prozentual ausrechnen.
00:14:35: Richtig, ja, klar.
00:14:36: Und dann nimmst du nur ein Gläßchen, gehst du von Gläßchen mit Gläßchen.
00:14:40: Die Gänstgläser in groß, diese Dinger, diese von alleine stehen.
00:14:44: Ja, oder kannst du auch einen Kohl nehmen, ist ja Bums.
00:14:48: Die Idee von einem Wein, die entsteht ja eigentlich schon bei der Spiddelsens bei der Ernte, wenn nicht schon vorher, nämlich bei der Ertragsregulierung und Co.
00:14:56: Also die Idee eines Weins, was sich für einen Wein schlussendlich auf die Flasche ziehen möchte, die habe ich ja schon im Kopf.
00:15:02: Und insbesondere dann sollte ich sie im Kopf haben.
00:15:04: Natürlich funktioniert es vielleicht nicht immer, weil vielleicht ein bescheidenes Jahr oder irgendwas dergleichen haben.
00:15:08: Aber die Idee des Weins, ich muss grad so lachen, Siege, geh mal auf deinen Platz, komm.
00:15:12: Aber die Idee
00:15:13: ist der Hund von dem.
00:15:14: Aber die Idee des Weins steht ja schon vorher.
00:15:17: Und wenn ich jetzt anfangen möchte zu kivitieren, dann muss ich ja auch schon ein Ziel im Kopf haben, ein Weinziel im Kopf haben.
00:15:24: Und das möchte ich erreichen.
00:15:25: Hattest
00:15:25: du das damals auch, als du kivitierst?
00:15:27: Ja.
00:15:27: Und was war dein Ziel?
00:15:29: Ich wollte
00:15:29: Bier herstellen.
00:15:30: Mein Wein hieß Tausend Sasser.
00:15:32: Wirklich?
00:15:34: Hast du noch eine Flasche eingelagert?
00:15:36: Ja.
00:15:36: Letzte Flasche haben wir, glaube ich, damals echt, die haben wir bei uns im Weste hochverkauft.
00:15:39: Die machst du ja mit mir nicht auf.
00:15:40: Und
00:15:41: die habe ich mit einem, ich habe den Wein gemacht mit einem Winzer aus dem Arthal, mit zwei Winzern.
00:15:46: Voll cool.
00:15:47: Ja, genau.
00:15:49: Ja, du hast noch eine hast du noch?
00:15:50: Ja, ich glaube irgendwo eine haben wir noch.
00:15:51: Wann
00:15:51: war das?
00:15:54: Da sind wir wieder beim Thema den Chiaswein.
00:15:57: Mir war v.a.
00:15:58: damals wichtig, dass ich nicht sage, ich kaufe jetzt irgendwo eine Menge Wein und mache einen Eigenlabel drauf.
00:16:03: Ich wollte den Wein selber machen für unser Restaurant.
00:16:06: Und der Wein lief auch wie Jagd.
00:16:08: Ja, weil
00:16:09: du ihn
00:16:10: gemacht hast.
00:16:11: Echt wirklich geärgert, weil der Wein sich dann einfach noch weiterentwickelt hat und hatte dann halt so hinten raus und Zuckerschwänzeln bekommen, einfach weil ich damals kivitiert hab mit einem feinherben Riesling.
00:16:20: Ich weiß nicht mehr genau, wie viel Restzucker der hatte.
00:16:23: Und in dem Moment, wo ich das kivitiert hab und als wir es dann mal liegen lassen haben und die uns das in der Entwicklung angeguckt haben, also in der kurzfristigen Entwicklung waren wir alle so, boah, das macht richtig Bock.
00:16:32: Aber dann halt mit der Zeit hat sich so ein bisschen die Säurebrücke, kann man fast sagen.
00:16:36: Und dann war es so wie so ein Zuckergust, der ein bisschen zu viel Puderzucker hat und ein bisschen zu viel Zitronensaft.
00:16:40: Und das war so, äh, Mist.
00:16:42: Aber es war total genial und die Gäste haben es geliebt und darauf kommt es ja schlussendlich an.
00:16:47: Wir fassen nochmal kurz zusammen.
00:16:49: Eine Küwe ist ein Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Jahrgängen gemischt wird, kann man so
00:16:54: sagen.
00:16:55: Oder
00:16:55: Weinbeckslagen.
00:16:57: Bekannte Kywés sind Bordeaux, wie unser war in der Woche, Chate-Nöftepap und
00:17:03: natürlich Champagne.
00:17:06: Kywétierung vereint die besten Eigenschaften mehrerer Rebsorten.
00:17:11: Also das ist eigentlich das Ziel am Ende, dass die Kywi besser ist als die einzelnen Komponenten.
00:17:16: Ja, ist das jetzt auf jeden Fall schöner gesagt, als ich eben, ja.
00:17:18: Jetzt ist es nochmal angekommen.
00:17:19: Deswegen ja die Zusammenfassung.
00:17:21: Und es gibt gesetzliche Vorgaben.
00:17:23: Zum Beispiel, welche Rebsorten für Kiwis verwendet werden dürfen.
00:17:26: Ja, und die Mischung natürlich von Rot und Weiß.
00:17:29: Wein ist in den seltensten Fällen erlaubt.
00:17:32: Also, bestes Beispiel ist natürlich Rosé Champagner, da ist es erlaubt.
00:17:36: Aber grundsätzlich ist die Mische vom weißen Rotwein nicht erlaubt.
00:17:41: Und wir haben noch eine Hörerinnenfrage von Paula aus Augsburg.
00:17:45: Die Frage der Woche.
00:17:51: Also.
00:17:52: Eigentlich total einfach, entweder in die Toilette nicht ins Waschbecken, entweder in der Toilette nicht ins Waschbecken, aber wenn man auf einer professionellen Weihnässe unterwegs ist, dann befinden sich eigentlich immer Gefäße zum Leeren, entweder beim Weingut auf dem Probierstand, also auf dem Präsentationstisch, da befindet sich meistens ein Spukki, wo man seinen Spukki reinlehren kann, beziehungsweise oder wo man rausspucken kann.
00:18:16: Die sind so wie größere Vasen.
00:18:18: Aber mittlerweile findest du eigentlich, und das war auch bei der Provenation immer so gewesen, auf den Gängen.
00:18:24: Da sind sowieso kleine ... Sie sehen im Grunde genommen aus wie Runde Mülleimer.
00:18:29: Und die haben so einen Trichter, der da eingelassen ist, und da kann man alles reinlernen.
00:18:33: Und mein Tipp noch, wenn man zum ersten Mal auf einer Weinmesser unterwegs ist, ich würde immer einen personalisierten Spucker mitnehmen, weil es unglaublich nervig ist, wenn du am Präsentationstisch stehst und dann bildt sich so eine Trauber aus Menschen und du hast grad so einen Probierschluck genommen.
00:18:48: Und kannst nicht ausspucken, weil zu viele Menschen da sind.
00:18:50: Dann empfiehlt sich auf jeden Fall, dass man seinen eigenen Spucker dabei hat.
00:18:54: Da gab es mal so eine Konstellation von der ÖWM, Österreich Weinmarketing.
00:19:00: Die führen ja auch sehr, sehr viele Messen durch und das haben die super smart gemacht.
00:19:03: Das war so im Zuge von Corona, weil Spucke und Viren und so nicht so geil.
00:19:07: Keine gute Kombination.
00:19:09: Dann haben die so ... Kleine Karaffen gehabt und haben so ein Gummizucht drum gemacht.
00:19:13: Den konntest du dir um den Hals hängen.
00:19:14: Man hat halt immer deinen kleinen eigenen Spucker dabei.
00:19:17: Und das sieht maximal bescheuert aus.
00:19:19: Aber ist so gut, insbesondere dann, wenn du wirklich Speedtasting machen möchtest.
00:19:24: Also wirklich Tasten und Knallgas, Hackengas.
00:19:27: Dann ist das perfekt.
00:19:28: Und dann kann man halt eben seinen kleinen personalisierten Spucker nehmen und wieder auslernen.
00:19:31: Also mega gut.
00:19:32: Super praktisch.
00:19:33: Super
00:19:33: praktisch.
00:19:34: Und vor allen Dingen hast du die Hände frei, weißt du?
00:19:36: Weil du hast ja im besten Fall... Notizblock dabei, dann gegebenenfalls noch ein Handy oder nur ein Handy.
00:19:43: Auch am Bändchen noch mal.
00:19:44: Dann, das habe ich auch immer am Bändchen.
00:19:45: Und
00:19:45: Brillen haben Sie auch immer am Bändchen.
00:19:47: Und
00:19:47: dann hast du noch dein Weinglas und ich finde das immer super nervig.
00:19:50: Also ich hasse eigentlich diese Weinmessenverkost, aber komm's halt nicht drum herum.
00:19:54: Dennoch, guter Tipp, ein Tipp auch von mir, vergeb fünf Sterne.
00:19:58: Ja.
00:19:58: Und?
00:19:59: Aktiviert die Glocke.
00:20:00: Aktivation.
00:20:01: Jeden Montag gibt's eine neue Folge Cheers.
00:20:03: Yes.
00:20:03: Freue mich schon auf die nächste.
00:20:04: Yes.
00:20:05: Und natürlich, wenn ihr Fragen an Lou habt, schickt sie cheersatedika.de.
00:20:10: Das Ganze geht natürlich auch bei uns im Instagram-Kanal.
00:20:12: Wenn ihr noch kein Follower seid, be a follower.
00:20:16: Be part of us.
00:20:18: Be part of the game.
00:20:20: So, komm, ich will noch mal anspursen.
00:20:21: Oh, Mann, du bist ne Marke.
00:20:23: Was?
00:20:23: Cheers.
00:20:23: Cheers.
00:20:25: Bis nächste Woche.
00:20:28: Dieser Podcast wird euch präsentiert von Edeka.
00:20:32: Wir lieben Lebensmittel.
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